Steuergeld für Babler-Film: Jetzt kommt die ganze Summe ans Licht
Der von Steuergeldern bezahlte Babler-Film sorgt weiter für Furore. Neue Recherchen bringen nun die Gesamtsumme ans Licht. exxpress liegen die Zahlen exklusiv vor.
Der Skandal um die Babler-Dokumentation „Wahlkampf“ geht weiter: exxpress liegt nun die vollständige Fördersumme vor – inklusive eines bislang nicht bezifferten Förderbeitrags aus Niederösterreich.
Bisher war bekannt, dass mindestens 533.000 Euro an Steuergeld in die Produktion geflossen sind. Rund 350.000 Euro stammen vom Österreichischen Filminstitut (ÖFI und ÖFI+). Vom Filmfonds Wien kamen zusätzlich 160.000 Euro für die Herstellung sowie 23.000 Euro für den Kinostart – insgesamt also weitere 183.000 Euro.
Fördergelder aus Niederösterreich bekannt
Doch damit nicht genug – auch das Land Niederösterreich förderte den Film mit einer bislang unbekannten Summe. Exxpress hakte nach und erhielt nun von der Abteilung Kunst und Kultur des Landes Niederösterreich konkrete Zahlen: Für das Projekt wurde ein zusätzlicher Finanzierungsbeitrag in Höhe von 20.000 Euro gewährt. Die Förderzusage erfolgte im Juli 2024 auf Grundlage einer Empfehlung des Film-Gutachtergremiums sowie nach den geltenden Kultur- und Filmförderrichtlinien.
Damit steht fest: Die tatsächliche Gesamtsumme beträgt 553.000 Euro.
„Propaganda auf Kosten der österreichischen Steuerzahler“
Für den Wiener FPÖ-Klubobmann Maximilian Krauss handelt es sich um einen „politischen Skandal ersten Ranges“ und einen massiven Missstand.
FPÖ-Kultursprecher Wendelin Mölzer sprach zudem von dem “Verdacht einer indirekten Parteienfinanzierung” und „Propaganda auf Kosten der österreichischen Steuerzahler“.
Massive Kritik im Netz
Auch im Netz sorgt das Video für große Empörung: Nutzer sprechen von „Propaganda auf Kosten der Steuerzahler“ und fordern teils Rückzahlungen oder politische Konsequenzen. Viele sehen darin einen klaren Missbrauch öffentlicher Gelder und kritisieren, dass echte Kulturprojekte zu kurz kommen.
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