Stocker vs. Von der Leyen: Kanzler stellt sich gegen Atom-Offensive
Brüssel will zurück zur Atomkraft – doch aus Wien kommt ein klares Nein. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sorgt derzeit mit einem Vorstoß für Aufsehen: Sie will den Ausbau von Kernenergie mit EU-Geldern fördern und bezeichnete den Atomausstieg zuletzt offen als Fehler.
Für Österreich ist das ein No-Go. Bundeskanzler Christian Stocker und Umweltminister Norbert Totschnig machen unmissverständlich klar: Atomkraft bleibt hierzulande tabu. Die Haltung sei seit der Volksabstimmung längst entschieden – und daran werde sich nichts ändern.
Stockers Forderung an Brüssel
Stattdessen setzt die Regierung weiter voll auf Wasserkraft, Wind und Sonne. Österreich sieht sich hier sogar als Vorreiter in Europa. Doch trotz des hohen Anteils erneuerbarer Energie gibt es ein Problem: Die Strompreise sind für viele Haushalte weiterhin hoch.
Stocker fordert daher von Brüssel konkrete Maßnahmen, um die Preise zu senken. Die Bürger müssten endlich spüren, wenn Energie günstiger produziert werde.
Gefahren der Kernenergie
Auch Umweltminister Totschnig erinnert an die Risiken: Katastrophen wie Tschernobyl und Fukushima hätten gezeigt, wie gefährlich Kernenergie sein kann. Diese Risiken dürften nicht ausgeblendet werden – egal ob es um große oder kleinere Reaktoren gehe.
Während andere EU-Staaten wieder verstärkt auf Atom setzen, bleibt Österreich damit auf Konfrontationskurs zu Brüssel. Klar ist: Die Energie-Debatte in Europa wird damit noch schärfer – und Österreich stellt sich dabei bewusst gegen den Atom-Trend.
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