Strache: „Dieses Mullah-Regime muss überwunden werden“
Der Konflikt zwischen Israel und dem Iran spitzt sich weiter zu. Gleichzeitig eskalieren politische Konflikte in Europa, von der Ukraine-Politik bis hin zu Machtkämpfen in Brüssel.
In „exxpress live“ wurde unter anderem über den Iran-Konflikt, die Spannungen zwischen der Ukraine und Ungarn sowie den Machtkampf an der EU-Spitze diskutiert. Zu Gast im Studio waren Jugendforscher Bernhard Heinzlmaier und Politik-Experte H. C. Strache.
Iran-Konflikt: „Das Ziel ist das Ende des Regimes“
Der Krieg im Nahen Osten geht inzwischen in den zehnten Tag. US-Präsident Donald Trump fordert die bedingungslose Kapitulation des Irans, während Israel militärisch weiter Druck ausübt.
Für Heinz-Christian Strache ist die strategische Stoßrichtung klar: „Man wird final versuchen, dieses Regime zu überwinden.“ Er betrachtet den Konflikt nicht als Krieg gegen das iranische Volk, sondern gegen die politische Führung in Teheran. Gleichzeitig warnte er vor den geopolitischen Folgen eines Machtvakuums.
Auch Bernhard Heinzlmaier betonte die strategische Bedeutung des Konflikts: „Dieses Mullah-System ist ein Krebsgeschwür, das man chirurgisch entfernen muss.“ Langfristig könne ein demokratischer Iran sogar zu einem stabilisierenden Faktor im Nahen Osten werden.
Geldtransport und Drohungen: Streit zwischen Ukraine und Ungarn eskaliert
Auch ein Vorfall an der ungarischen Grenze sorgte für Aufsehen: Ein Transport mit rund 70 Millionen Euro Bargeld und Gold aus Österreich in Richtung Ukraine wurde gestoppt. Die Hintergründe sind unklar.
Heinzlmaier zeigte sich skeptisch: „Ich habe keine Beweise, aber es ist durchaus möglich, dass der österreichische Steuerzahler dafür aufkommt.“
Parallel dazu eskalierte der Konflikt zwischen dem ungarischen Premier Viktor Orbán und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Dieser hatte indirekt gedroht, ukrainische Soldaten könnten Orbán „in ihrer Sprache“ überzeugen. Strache reagierte scharf: „Eine offenere Drohung gegen einen EU-Regierungschef gibt es kaum.“ Für ihn sei das ein Zeichen dafür, wie stark die Spannungen innerhalb Europas inzwischen geworden seien.
Machtkampf in Brüssel: „Europa ist zerrissen und passiv“
Auch innerhalb der Europäischen Union verschärfen sich die Konflikte. So kommt es beispielsweise immer wieder zu Kompetenzstreitigkeiten zwischen EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas.
Strache sieht darin ein strukturelles Problem: „Die Europäische Union hat einen Machtanspruch, aber in Wirklichkeit keine Macht.“
Heinzlmaier formulierte seine Kritik noch deutlicher: „Europa ist zerrissen, passiv und regiert von Bürokraten.“ Während andere Weltmächte strategische Entscheidungen träfen, verliere Europa zunehmend an geopolitischem Einfluss.
Europa zwischen Großmächten
Die Diskussion machte deutlich: Sei es der Nahost-Konflikt, der Ukraine-Krieg oder die Energiepolitik – Europa steht zunehmend zwischen globalen Machtblöcken.
Strache sieht darin eine gefährliche Entwicklung: „Europa ist heute der Bankomat für diesen Wahnsinn.“ Seiner Meinung nach muss die EU dringend eine klare außenpolitische Strategie entwickeln.
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