Mit der Bekanntgabe der Mitglieder des neuen Gaza-Gremiums setzt die US-Regierung einen wichtigen Schritt, um den Wiederaufbau des zerstörten Gazastreifens zu koordinieren. Unter den prominenten Mitgliedern befinden sich bekannte Namen wie der britische Ex-Premier Tony Blair, Trumps Schwiegersohn Jared Kushner und der US-Sondergesandte Steve Witkoff. Gemeinsam sollen sie den Friedensrat unterstützen, der den Wiederaufbau und die Verwaltung des Gebiets lenken soll.

Ziel ist es, die Region nach den verheerenden Konflikten zu stabilisieren und einen langfristigen Frieden zu ermöglichen. Dazu wurde auch eine Übergangsregierung aus Technokraten gebildet, die ab sofort in Kairo zusammenarbeitet und künftig unter der Aufsicht des Friedensrats arbeiten wird. Der frühere UN-Nahostgesandte Nikolaj Mladenow wird als Verbindungsmann zwischen der Übergangsregierung und dem Gremium fungieren.

Wiederherstellung der Infrastruktur

Das neue Gremium bringt internationale Expertise und politische Erfahrung zusammen. So wird der US-Außenminister Marco Rubio Teil des Gremiums sein, ebenso wie Weltbank-Präsident Ajay Banga und der US-Geschäftsmann Marc Rowan. Diese vielfältige Zusammensetzung soll sicherstellen, dass der Wiederaufbau nicht nur politisch, sondern auch wirtschaftlich und technisch erfolgreich gestaltet wird.

Die ersten Schritte des Wiederaufbaus konzentrieren sich darauf, die dringendste Infrastruktur wiederherzustellen und die Lebensbedingungen der Menschen vor Ort zu verbessern. Das „Gaza Executive Board“, dem auch Blair, Witkoff, Kushner und Mladenow angehören, wird dabei eine zentrale Rolle spielen. Weitere Mitglieder des Boards, wie der türkische Außenminister Hakan Fidan und der katarische Diplomat Ali Thawadi, sorgen für die notwendige internationale Kooperation, um den Prozess zu unterstützen.

In Bezug auf die Sicherheit wird eine internationale Stabilisierungstruppe unter der Leitung von US-Generalmajor Jasper Jeffers für die Gewährleistung des Friedens sorgen. Die USA, die bereits in anderen internationalen Friedensprozessen maßgeblich beteiligt waren, setzen hier erneut auf ihre militärische Expertise, um die Region zu sichern.

Hamas als Störfaktor

Trotz der bestehenden Herausforderungen ist die Hoffnung groß, dass dieses neue Gremium mit seiner internationalen Ausrichtung und der Unterstützung erfahrener Akteure eine erfolgreiche Grundlage für den Wiederaufbau bieten kann. Die Frage, ob die Hamas den Wiederaufbauprozess behindert, bleibt weiterhin ein offenes Thema, doch die Entscheidung zur Bildung einer Übergangsregierung lässt auf Fortschritte hoffen.

Die internationale Zusammenarbeit und das Engagement der Beteiligten zeigen, dass der Wiederaufbau des Gazastreifens nicht nur eine politische, sondern auch eine diplomatische und wirtschaftliche Herausforderung ist. Wenn es gelingt, alle Akteure an einen Tisch zu bringen und die notwendigen Ressourcen zu mobilisieren, könnte dies der erste Schritt in eine stabile und friedliche Zukunft für Gaza sein.