Die frühere Herzogin von York wandte sich am 5. Juli 2009 – nur 17 Tage vor Jeffrey Epsteins Entlassung aus einem Gefängnis in Florida – an den verurteilten Sexualstraftäter und bat ihn um Rat. Thema: Wie man eine Stiftung für „vulnerable children and orphans“ – also schutzbedürftige Kinder und Waisen – besser vermarkten könne.

Besonders brisant: Zu diesem Zeitpunkt saß Epstein wegen der Anbahnung sexueller Kontakte zu minderjährigen Mädchen im Gefängnis – befand sich jedoch in einem „work-release“-Programm und hatte Zugang zu seinem Büro in Palm Beach sowie zu seinen E-Mails.

Das Treffen in Windsor

Auslöser der Korrespondenz war ein Treffen Fergusons mit Amr Al-Dabbagh im Royal Lodge in Windsor.

Al-Dabbagh, damaliger Leiter der Saudi Arabian General Investment Authority und Gründer der in London ansässigen Stars Foundation, hatte sich für benachteiligte Kinder engagiert. In einer E-Mail an Ferguson schrieb er:

„Eure Königliche Hoheit. Ich fühlte mich sehr geehrt, Sie im Royal Lodge getroffen zu haben, und ich muss Ihnen nochmals für die zwei wunderbaren Bücher danken, die Sie für meine Töchter signiert haben. Sie waren so aufgeregt, dass sie sie mit in die Sommerferien nahmen, und ich habe weder die Bücher noch die Mädchen seitdem gesehen.“

Weiter erklärte er:

„Wie ich erwähnte, habe ich die Stars Foundation gegründet, und wir kümmern uns um benachteiligte Kinder in den Bereichen Gesundheit, Bildung und Schutz in U5MR-Ländern, und einer unserer Kanäle ist Mums for Mums, das Ausbildungsmöglichkeiten für mittellose Mütter bietet.“

Diese Nachricht leitete Ferguson an Jeffrey Epstein weiter – und bat ihn um seine Einschätzung.

Epsteins bizarre Idee

Die Antwort des verurteilten Sexualstraftäters fiel ungewöhnlich aus.

Er schlug vor:

„Stellen Sie sich einen Filmtrailer vor, modelliert nach ‚Be All You Can Be‘. Tritt der Armee bei – aber mit Fotos von Müttern, nicht von Soldaten. Stillen statt schießen; einem Kind vorlesen statt ihm den Umgang mit einem Gewehr beizubringen.“

Eine militaristisch inspirierte Werbekampagne – mit stillenden Müttern statt Soldaten.

Ferguson zeigte sich begeistert. Ihre knappe, aber vielsagende Antwort:

„Hat dir schon jemand gesagt, dass du ein Genie bist.“

15 Jahre finanzielle Unterstützung

Die Daily Mail berichtete zudem, dass Ferguson über 15 Jahre hinweg finanziell von Epstein unterstützt worden sei.

Die neuen E-Mails verstärken damit den Eindruck einer engen und langjährigen Verbindung – trotz seiner Verurteilung.

Brisant ist auch ein weiterer Aspekt: Laut den Unterlagen konfrontierte Epstein Ferguson später damit, dass sie ihn als Pädophilen bezeichnet habe. Dies habe sie ihm gegenüber als falsch zurückgewiesen.

Krise hinter den Palastmauern

Während die Enthüllungen für Schlagzeilen sorgen, scheint sich Fergusons persönliche Lage weiter zuzuspitzen.

Ein nicht namentlich genannter Insider sagte der Daily Mail:

„Ich habe mit einigen ihrer Freunde gesprochen. Sie klingt in schlechter Verfassung. Sie sagt den Leuten, dass sie sehr unter ihrer psychischen Gesundheit leidet und glaubt, dass alle hinter ihr her sind.“

Gleichzeitig wolle sie „wieder rausgehen und Geld verdienen“. Doch laut Quelle sei ihr „Brand toxisch“.

Sechs ihrer Firmen werden innerhalb von zehn Tagen abgewickelt. Öffentlich wurde sie seit fünf Monaten nicht mehr gesehen. Berichten zufolge hält sie sich seit Veröffentlichung der Epstein-Dokumente seit über einem Monat in einem Schweizer Wellness-Retreat auf.

Kein Enthüllungsbuch – aber Ermittlungen?

Besonders brisant: Laut Quelle soll Ferguson ein Enthüllungsbuch über die Verbindungen ihrer Familie zu Epstein ausgeschlossen haben.

Der Insider sagte:

„Ihre beste Hoffnung auf einen Kassenschlager wäre ein Enthüllungsbuch darüber, wie die Freundschaft ihrer Familie mit Epstein alles zerstört und die Monarchie in eine Krise gestürzt hat – aber das hat sie offenbar ausgeschlossen.“

Und weiter:

„Außerdem könnte sie diese Geschichte am Ende der Polizei und einem Richter und einer Jury oder einer anderen Form der Untersuchung erzählen müssen.“

Eugenie im Alltag – Andrew unter Druck

Währenddessen wurde Prinzessin Eugenie erstmals seit der Festnahme ihres Vaters fotografiert. Die Zwölfte in der britischen Thronfolge zeigte sich leger gekleidet bei einem Kaffee in Notting Hill.

Ihr Vater, Andrew Mountbatten-Windsor, verbrachte an seinem 66. Geburtstag elf Stunden in Polizeigewahrsam, nachdem Beamte sein Anwesen Wood Farm am Morgen durchsucht hatten. Er ist gegen Kaution auf freiem Fuß.