Trump bekommt Nobelpreis – zumindest symbolisch
Die venezolanische Oppositionspolitikerin María Corina Machado hat US-Präsident Donald Trump nach eigenen Worten ihre Friedensnobelpreis-Medaille übergeben. Dies sei in Anerkennung seines Engagements für die Freiheit des venezolanischen Volkes geschehen, sagte Machado am Donnerstag vor Journalisten in Washington.
Trump schrieb auf Truth Social von einer wundervollen Geste gegenseitigen Respekts. Das Nobel-Komitee hatte zuvor klargestellt, dass der Preis nicht übertragbar ist. Trump hat Machado am Donnerstag zu einem Mittagessen im Weißen Haus empfangen. Der Präsident hatte zuvor klargemacht, was er erwartet: Machado solle ihren Nobelpreis an ihn weiterreichen.
Trump zweifelt weiterhin an Machado
Die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, teilte während des Treffens mit, Trump bleibe bei seiner Einschätzung, dass Machado kurzfristig nicht die nötige Unterstützung habe, um das Land zu führen. Trump hatte zuvor bereits Zweifel an Machados Rückhalt geäußert und die Übergangspräsidentin des Landes, Delcy Rodriguez, gelobt. Der US-Präsident hat erklärt, sein Fokus liege auf dem wirtschaftlichen Wiederaufbau Venezuelas und der Sicherung des US-Zugangs zum Öl des Landes.
Das Nobelinstitut in Oslo hat schon in der vergangenen Woche darauf verwiesen, dass ein Nobelpreis “weder widerrufen, geteilt noch auf andere übertragen werden” kann. “Sobald die Bekanntgabe erfolgt ist, ist die Entscheidung endgültig”, hieß es in einer Mitteilung, die das Institut auf seiner Website veröffentlichte.
Kommentare