Trump droht Links-Regierung in Madrid: „Werden Handel mit Spanien stoppen“
Beim Besuch von Bundeskanzler Friedrich Merz im Weißen Haus wird der Ton plötzlich scharf. US-Präsident Donald Trump greift Spanien frontal an – und droht mit massiven wirtschaftlichen Konsequenzen.
„Spanien hat sich schrecklich verhalten. Ich habe Scott gesagt, er solle alle Deals mit Spanien beenden“, erklärt der Republikaner mit Blick auf seinen Finanzminister Scott Bessent.
Und er geht noch weiter: „Ich kann morgen oder sogar besser noch heute alles, was mit Spanien zu tun hat, stoppen.“
Als mögliches Instrument nennt Trump ein Embargo gegen das EU-Land. „Wir werden jeglichen Handel mit Spanien beenden, wir wollen mit Spanien nichts mehr zu tun haben.“
Streit um Militärbasen
Auslöser der Eskalation ist die Entscheidung der spanischen Regierung, den USA die Nutzung ihrer Militärstützpunkte für Angriffe gegen den Iran zu untersagen.
Konkret geht es um die Basen Rota und Morón in Andalusien. Diese werden seit Jahrzehnten gemeinsam von Spanien und den USA genutzt. Für die aktuellen Schläge gegen den Iran jedoch stehen sie nicht zur Verfügung.
Verteidigungsministerin Margarita Robles stellt klar, man werde die Stützpunkte „auf keinen Fall“ bereitstellen und werde das auch künftig nicht tun. Das US-israelische Vorgehen gegen den Iran sei nicht durch eine internationale Resolution gedeckt.
„Niemand wird uns verbieten, sie zu nutzen“
Trump reagiert im Oval Office mit deutlicher Verärgerung.
„Sie sagten, wir könnten ihre Stützpunkte nicht nutzen. Wir könnten ihre Stützpunkte nutzen, wenn wir wollten. Wir könnten einfach hinfliegen und sie nutzen“, erklärt er.
„Niemand wird uns verbieten, sie zu nutzen.“
Neben der Militärfrage kritisiert der US-Präsident auch die Verteidigungspolitik Spaniens. Das Land weigere sich, die Verteidigungsausgaben auf fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu steigern. Die Nato-Staaten hatten einen entsprechenden Schritt beim letzten Gipfeltreffen in den Niederlanden vereinbart.
Spanien habe sich „sehr, sehr unkooperativ“ verhalten, so Trump.
Angriff auf Spaniens Führung
Auch persönlich wird der Präsident deutlich.
„Spanien hat absolut gar nichts, was wir brauchen, abgesehen von tollen Menschen. Sie haben tolle Menschen, aber keine tollen Anführer“, sagt Trump.
Bundeskanzler Friedrich Merz erklärt im Oval Office, man müsse Spanien davon überzeugen, sich an das vereinbarte Nato-Ziel zu halten.
Madrid weist Drohungen zurück
Die spanische Regierung reagiert auf die Drohungen, die Handelsbeziehungen zu kappen, mit einer klaren Stellungnahme.
Einseitige Änderungen könnten nicht vorgenommen werden. „Wenn die US-Regierung diese überprüfen möchte, muss sie dabei die Autonomie privater Unternehmen, das Völkerrecht und die bilateralen Abkommen zwischen der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten respektieren“, heißt es.
Zugleich wird betont: „Der Wille der spanischen Regierung ist und bleibt es, sich für den freien Handel und die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen den Ländern auf der Grundlage gegenseitigen Respekts und der Einhaltung des Völkerrechts einzusetzen. Denn was die Bürger fordern und verdienen, ist mehr Wohlstand und nicht mehr Probleme.“
Auch Großbritannien im Visier
Neben Spanien richtet Trump seine Kritik auch gegen Großbritannien.
„Nebenbei: Mit Großbritannien bin ich auch nicht zufrieden“, sagt er.
Er beanstandet die Pläne der Regierung von Premierminister Keir Starmer, das Chagos-Archipel im Indischen Ozean an Mauritius abzugeben und anschließend zu pachten.
„Das ist nicht Winston Churchill, mit dem wir es da zu tun haben“, erklärt Trump.
BREAKING: The U.S. will cut off trade with Spain over the decision by the far-left government to ban the use of Spanish military bases for strikes on Iran.
— Eyal Yakoby (@EYakoby) March 3, 2026
“So we're going to cut off all trade with Spain. We don't want anything to do with Spain.”pic.twitter.com/r1CoS55oSW
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