Worüber der Iran mit den USA Gespräche führen möchte, führte er nicht aus. Die USA würden die Lage im Iran sehr ernst nehmen, sagte Trump. “Das Militär befasst sich damit, und wir prüfen einige sehr drastische Optionen. Wir werden eine Entscheidung treffen”, sagte er und fügte hinzu, dass er stündlich Berichte über die Entwicklung im Land bekomme. Nach Informationen des Wall Street Journal ist am Dienstag ein Treffen mit ranghohen US-Beamten geplant.

Dabei soll es um mögliche Optionen gehen, darunter die Stärkung regierungsfeindlicher Online-Quellen, der Einsatz von Cyberwaffen gegen iranische Militär- und Zivilstandorte sowie weitere Sanktionen gegen die Staatsführung und Militärschläge. Es werde aber nicht erwartet, dass Trump bei dem Treffen eine endgültige Entscheidung trifft, berichtete die US-Zeitung. Trump hatte Teheran wiederholt vor der Tötung von Demonstranten gewarnt.

Trump erwägt Hilfe für Proteste mit Satelliteninternet

Trump erwägt, die Demonstranten im Iran mit Satelliteninternet zu unterstützen. Er wollte noch am Sonntag (Ortszeit) mit Tech-Milliardär Elon Musk telefonieren, dessen Firma SpaceX den Dienst Starlink betreibt. Irans Staatsführung hat den Internetzugang für die Menschen fast vollständig gesperrt, auch Telefonverbindungen schienen teils nicht mehr zu funktionierten. Damit will sie die Kommunikation zwischen den Demonstranten erschweren. Zudem soll die Veröffentlichung von Berichten, Fotos und Videos über die Massenproteste so unterdrückt werden.

“Der Iran hat angerufen, sie wollen verhandeln”, sagte Trump. Sie seien es leid, von den USA geschlagen zu werden, sagte er – wohl mit Blick auf die israelischen Angriffe auf das iranische Nuklearprogramm, an denen sich im vergangenen Jahr auch das US-Militär beteiligt hatte.