Trump über Putin: „Er hat mich hängenlassen“ – Große Enttäuschung über Kreml-Chef
Trump ist schwer enttäuscht von Putin. Nach anfänglichen Hoffnungen auf eine schnelle Lösung in der Ukraine nennt er den Kreml-Chef den Hauptgrund für das Scheitern. In einer Pressekonferenz mit Keir Starmer fordert er härtere Sanktionen und den Stopp von russischem Ölimport. „Er hat mich wirklich hängenlassen.“
US-Präsident Donald Trump (l.) und Premierminister Keir Starmer (r.) bei einer Pressekonferenz in Chequers, Aylesbury, während Trumps zweitem Staatsbesuch im Vereinigten Königreich.APA/AFP/ANDREW CABALLERO-REYNOLDS
In einer überraschend offenen und scharfen Pressekonferenz in Großbritannien hat US-Präsident Donald Trump seine Enttäuschung über den russischen Präsidenten Wladimir Putin zum Ausdruck gebracht. Trump, der einst hoffte, den Ukraine-Krieg aufgrund seiner persönlichen Beziehung zu Putin schnell zu lösen, zeigte sich zunehmend desillusioniert.
„Meine Geduld geht zur Neige“
„Er hat mich wirklich hängenlassen“, sagte Trump am Donnerstag und fügte hinzu, dass der Konflikt ursprünglich der „einfachste“ für ihn gewesen sei. Trotz seiner anfänglichen Hoffnungen, durch direkte Gespräche mit dem Kreml eine schnelle Lösung zu erzielen, ist Trump nun frustriert. Bereits vergangene Woche hatte er betont, dass seine Geduld mit Putin „schnell zur Neige“ gehe und dass die USA „sehr stark vorgehen“ müssten, sollte Moskau nicht einlenken.
Hohe Verluste der Russen auf dem Schlachtfeld
Besonders kritisch äußerte sich Trump über die hohe Zahl russischer Verluste. „Mehr russische Soldaten werden getötet als ukrainische“, erklärte der US-Präsident. Dieser Rückschlag in der Ukraine-Krise wurde von Trump als eine Enttäuschung in seiner Außenpolitik angesehen, zumal er in der Vergangenheit ein schnelles Ende des Krieges versprochen hatte.
Nicht länger Öl von Putin kaufen
In seiner Pressekonferenz deutete Trump auch härtere Sanktionen gegen Russland an und forderte, dass NATO-Partner den Kauf von russischem Öl einstellen sollten. Diese Forderung hatte er bereits zuvor erhoben und bekräftigte sie erneut in Großbritannien.
Milliarden-Deal mit Großbritannien
Neben der Ukraine-Krise war das Treffen auch von einem wirtschaftlichen Meilenstein geprägt: Trump und der britische Premierminister Keir Starmer unterzeichneten ein milliardenschweres Abkommen zur Zusammenarbeit in Bereichen wie Künstlicher Intelligenz, Quantencomputing und Atomenergie. Starmer bezeichnete das Abkommen als „bahnbrechend“, während Trump von einem „Super-Deal“ sprach und die „unzerbrechliche Verbindung“ zwischen den USA und Großbritannien betonte. „Wir sind für immer Freunde“, unterstrich der US-Präsident.
Uneinigkeit bei Palästina-Frage
Trotz der positiven Gespräche über die Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen gab es auch markante Differenzen. Besonders beim Thema Palästina stimmten Trump und Starmer nicht überein. Während Starmer eine Anerkennung eines Palästinenserstaates unter der Bedingung von substantiellen Schritten Israels im Gazastreifen ins Gespräch brachte, wies Trump dies entschieden zurück. „In diesem Punkt bin ich mit dem Premierminister nicht einer Meinung“, erklärte der US-Präsident.
Gemeinsame Herausforderungen
Bei anderen geopolitischen Themen fanden Trump und Starmer jedoch eine breite Übereinstimmung. Besonders in Bezug auf die illegale Migration und ebenso betreffend die Situation im Gazastreifen, wo beide Staatschefs die Dringlichkeit der Befreiung der Geiseln aus den Händen der Hamas hervorhoben. Zudem wurde die Migration als globales Problem benannt, das nicht nur die USA, sondern auch Europa betreffe.
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