Ein politisches Erdbeben zeichnet sich in Wien ab: Laut einer aktuellen Umfrage im Auftrag der Kronen Zeitung liegt die FPÖ erstmals vor der SPÖ in der traditionellen roten Hochburg. Sollte am Sonntag der Nationalrat gewählt werden, kämen die Freiheitlichen auf 27 Prozent – knapp vor der SPÖ mit 26 Prozent. Ein historischer Einschnitt für die Bundeshauptstadt.
Die brisanten Zahlen sorgen auch nach dem SPÖ-Landesparteitag für Unruhe. Zwar hatten Bürgermeister Michael Ludwig und SPÖ-Chef und Vizekanzler Andreas Babler vor rund 1000 Delegierten noch demonstrativ Einigkeit gezeigt, in einer peinlichen Eigenlob bezeichnete Vizakanzler Wien dabei als „Musterstadt“ (exxpress berichtete).

Innerhalb der SPÖ wächst die Nervosität. Parteiintern rechnet man bereits mit ähnlichen Ergebnissen. Selbst ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit der FPÖ gilt vielen als alarmierend, wie Funktionäre gegenüber der Kronen Zeitung verrieten. Die Sorge: Der Abwärtstrend könnte sich weiter verstärken.
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