Die aktuelle INSA-Umfrage im Auftrag von exxpress offenbart nicht nur die generelle Stimmung bei einer hypothetischen Direktwahl des Bundeskanzlers, sondern auch deutliche Unterschiede innerhalb der jeweiligen Parteiwählerschaften.

Am geschlossensten präsentiert sich die FPÖ: 75 Prozent der eigenen Wähler würden Herbert Kickl direkt zum Kanzler wählen. Auch ÖVP-Obmann Christian Stocker kann sich auf eine klare Mehrheit verlassen – 60 Prozent der ÖVP-Wählerschaft sprechen sich in der Umfrage für ihn aus.

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Brisant ist hingegen die Lage bei der SPÖ. Parteichef Andreas Babler kommt innerhalb der eigenen Wählerschaft lediglich auf 43 Prozent. Damit würde ihn nicht einmal jeder zweite SPÖ-Wähler bei einer Direktwahl unterstützen. Mehr als die Hälfte der eigenen Anhänger würde sich demnach für einen anderen Kandidaten entscheiden oder ist unentschlossen.

Gerade bei einer personalisierten Wahl ist der Rückhalt in den eigenen Reihen entscheidend. Während Kickl und Stocker auf eine vergleichsweise stabile Basis bauen können, zeigt sich bei Babler ein deutliches Mobilisierungsproblem im eigenen Lager.