Mit nur noch 16 Prozent fällt die Sozialdemokratie laut Erhebung auf ihren bislang schlechtesten gemessenen Wert. Damit liegt die Partei sogar deutlich unter ihrem ohnehin schwachen Ergebnis der Nationalratswahl 2024. Innerhalb der SPÖ wächst nun die Sorge, dass sich die anhaltenden internen Spannungen und strategischen Unklarheiten stärker auswirken als erwartet.

Ampel-Koalition aktuell mit Mehrheit

Während die Freiheitlichen (36 Prozent) unter Herbert Kickl weiterhin klar an der Spitze liegen, gelingt es weder der SPÖ (16 Prozent) noch der Regierungspartei ÖVP (22 Prozent), entscheidend aufzuholen. Die Volkspartei von Kanzler Christian Stocker verbessert sich zwar leicht (+2 Prozent), bleibt jedoch weit hinter Platz eins zurück.

Für Babler ist die Lage besonders heikel: Nach dem Ende parteiinterner Führungsdebatten hatte man in der Löwelstraße eigentlich auf Stabilisierung gehofft. Stattdessen rutschen die Umfragewerte weiter ab. Trotz schwacher Werte zeigt die politische Gesamtlage auch Chancen: Rechnerisch könnte eine Zusammenarbeit von ÖVP, SPÖ und NEOS (9 Prozent) derzeit wieder eine knappe Mehrheit erreichen, sofern die KPÖ (3 Prozent) nicht in den Nationalrat einzieht. Den Koalitionsparteien stünden in diesem Fall 92 Mandate zu. Ob Babler daraus politisches Kapital schlagen kann, wird sich jedoch erst nach dem Parteitag zeigen. Die kommenden Tage könnten für seine Führungsrolle richtungsweisend werden.