In der neuen Ausgabe zeichnet Chefredakteurin Laura Sachslehner nach, wie aus großen Reformankündigungen eine zunehmend enttäuschende Regierungsbilanz wurde. Entbürokratisierung, frischer Stil, neue Lösungen – die Erwartungen waren hoch. Doch statt spürbarem Aufbruch dominiert Ernüchterung.

Viel Selbstlob, wenig Substanz

Im Zentrum steht die jüngste „Mandatar:innenkonferenz“ der NEOS unter dem Motto „Regieren in komplexen Zeiten“. Auf der Bühne wird von Fortschritt und Trendumkehr gesprochen, intern gibt man sich kämpferisch. Doch außerhalb des Konferenzsaals wirkt vieles weniger überzeugend. Bildungsminister Christoph Wiederkehr kündigt Reformen an, während die Probleme an Wiens Schulen weiter wachsen. Staatssekretär Sepp Schellhorn versprach groß angelegten Bürokratieabbau, sorgt aber mit neuen Maßnahmen und Aussagen für Diskussionen. Und Parteichefin Beate Meinl-Reisinger verbreitet Optimismus bei der Inflation, obwohl viele Haushalte weiterhin unter hohen Preisen leiden.

„Unbequem ehrlich“ stellt daher die zentrale Frage: Was ist von den pinken Reformversprechen tatsächlich geblieben? Ist die vielzitierte „Komplexität“ Erklärung genug – oder verdeckt sie am Ende nur fehlende Ergebnisse?

Laura Sachslehner analysiert die Entwicklungen, ordnet ein und spricht aus, was viele längst denken: Der Anspruch war groß. Die Bilanz bislang überschaubar.

Montag, 19:00 Uhr. Einschalten, abonnieren, mitdiskutieren.