USA und Iran: Krisengespräche in Maskat (Oman) am Freitag geplant
Angesichts der drohenden Kriegsgefahr will der Iran eigenen Angaben zufolge am Freitag in der omanischen Hauptstadt Maskat neue Gespräche mit den USA aufnehmen. US-Außenminister Marco Rubio erklärte, die Vereinigten Staaten seien für einen Dialog mit dem Iran bereit und der US-Sondergesandte Steve Witkoff stehe für ein Treffen am Freitag zur Verfügung.
Regierungskreise in Washington bestätigten das Treffen. Der iranische Außenminister Abbas Araqchi landete in der Nacht auf Freitag in Maskat.
„Gleichberechtigung, gegenseitiger Respekt und gegenseitige Interessen sind keine Rhetorik – sie sind unverzichtbar und die tragenden Säulen eines dauerhaften Abkommens”, schrieb der iranische Außenminister vor den geplanten Gesprächen auf der Plattform X und fügte hinzu: „Wir handeln in gutem Glauben und bestehen zugleich entschlossen auf unseren Rechten.”
Atomgespräche starten unter Eskalationsgefahr
Wie der staatliche iranische Rundfunk berichtete, wurde Araqchi unter anderem von seinen Vizeministern Majid Takht-Rawanchi und Kasem Gharibabadi begleitet. Der iranische Außenminister hatte angekündigt, dass die Atomverhandlungen um 10:00 Uhr Ortszeit (7:00 Uhr MEZ) beginnen sollen. Die Tagesordnung ist weiterhin unklar. Der Iran möchte sich laut Araqchi auf das Atomprogramm und eine mögliche Lockerung der Sanktionen beschränken. Die USA drängen hingegen darauf, dass auch das Raketenprogramm des Iran sowie dessen Unterstützung für Verbündete wie die Hamas, die Hisbollah-Miliz im Libanon und die Houthi im Jemen Thema sein müssten.
Die Gespräche gelten als heikel. Die USA haben ihre Militärpräsenz in der Golfregion massiv verstärkt – auch zum Schutz eigener Stützpunkte sowie von Verbündeten vor möglichen Angriffen aus dem Iran. US-Präsident Donald Trump hat bereits mit einem härteren Militärschlag als bei den Angriffen auf die iranischen Atomanlagen im Juni 2025 gedroht.
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