„Versuch der Zensur“: Heiße Debatte um Social-Media-Verbot im ORF
In der ZiB2 diskutierten FPÖ-Gemeinderat Leo Lugner und SPÖ-Abgeordneter Paul Stich über ein mögliches Social-Media-Verbot für Unter-14-Jährige. Im Mittelpunkt standen Fragen zu Jugendschutz, Verantwortung der Eltern und der Vorwurf politischer Einflussnahme.
Das geplante Social-Media-Verbot für Kinder unter 14 Jahren sorgt weiterhin für politische Debatten. In der ZiB2 diskutierten dazu am Donnerstagabend FPÖ-Gemeinderat Leo Lugner und SPÖ-Nationalratsabgeordneter Paul Stich.
Lugner äußerte dabei Kritik an dem Vorhaben und warnte vor möglichen Einschränkungen beim Zugang zu Informationen. Er sprach von einem „Versuch der Zensur“ und warf der Bundesregierung vor, Jugendlichen den Zugang zu „alternativen Medien“ erschweren zu wollen. Aus seiner Sicht müsse es auch für junge Menschen möglich bleiben, sich außerhalb klassischer Medienangebote zu informieren.
Stich weist Vorwurf zurück
Stich wies diese Darstellung zurück. Ein Verbot diene dem Schutz Minderjähriger und sei nicht mit Zensur gleichzusetzen, betonte er. Zensur liege vielmehr dort vor, wo oppositionelle Medien gezielt unterdrückt oder verboten würden. In der weiteren Diskussion ging es auch um die Verantwortung der Eltern: Während Lugner ein staatliches Verbot ablehnte, argumentierte Stich, Eltern bräuchten Unterstützung, um Kinder besser vor problematischen Inhalten im Netz zu schützen.
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