Wegen Windkraft-Blockade: Gewessler nennt FPÖ im ORF „Pseudo-Patrioten“
Grünen-Chefin Leonore Gewessler kritisierte in der „ZiB 2“ steigende Spritpreise und Österreichs Abhängigkeit von Öl und Gas. Scharfe Worte fand sie auch für die FPÖ, die den Ausbau der Windkraft blockiere.
Mit scharfen Worten hat Grünen-Chefin Leonore Gewessler in der ORF-ZiB 2 steigende Treibstoffpreise kritisiert und strengere Kontrollen gefordert. Zugleich warnte sie vor einer instabilen Weltlage und erneuerte ihre Forderung nach einem rascheren Ausbau erneuerbarer Energien.
Gewessler sprach im Interview auch über geopolitische Spannungen und deren Auswirkungen. „Die Weltordnung, wie wir sie gekannt haben, zerbricht vor unseren Augen“, sagte sie. Gleichzeitig betonte sie, dass viele Menschen angesichts steigender Preise zunehmend unter Druck geraten.
„Kein Verständnis für Kriegsgewinner“
Besonders kritisch äußerte sich die Grünen-Politikerin zu den aktuellen Spritpreisen. Dass Benzin und Diesel derzeit teurer würden, könne man nicht allein mit internationalen Konflikten erklären. Der Treibstoff, der aktuell verkauft werde, sei oft bereits früher zu niedrigeren Preisen eingekauft worden. „Für Kriegsgewinner habe ich hier kein Verständnis“, sagte Gewessler. Regierung und Bundeswettbewerbsbehörde seien gefordert, mögliche Übergewinne genau zu überprüfen.
Auch bei den Strompreisen verlangte sie rasche Maßnahmen. Ein angekündigter Krisenmechanismus, etwa ein Strompreisdeckel, müsse endlich gesetzlich umgesetzt werden.
„Pseudo-Patrioten“
Scharfe Kritik richtete Gewessler außerdem an die FPÖ. Österreich müsse seine Abhängigkeit von Öl und Gas reduzieren und stärker auf erneuerbare Energien setzen. Dass die FPÖ den Ausbau der Windkraft bekämpfe, bezeichnete sie als „verantwortungslose Frechheit“. Österreich dürfe sich nicht von „Pseudo-Patrioten“ beim Ausbau erneuerbarer Energien bremsen lassen.
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