Für ordentlich Brisanz sorgt ein Vorstoß von ÖVP-Generalsekretär Nico Marchetti. Der Kanzler-Vertraute fordert in der Presse am Sonntag offen einen ORF-Chef „von außen“ – unbelastet von internen Machtspielen, Verstrickungen und alten Intrigen. Wesentlich sei auch, dass „sich im ORF was tut“, meinte der Tiroler.

Pig „definitiv ein Profi“

Und dann der klare Fingerzeig: Auf die Frage, ob er damit Clemens Pig meint, legte sich Marchetti praktisch fest. Pig sei „definitiv ein Profi“ – und er würde sich freuen, wenn er sich bewirbt. Gleichzeitig übte die ÖVP erneut scharfe Kritik am öffentlich-rechtlichen Sender. Der ORF müsse näher an die Realität heranrücken und auch bei Sparmaßnahmen seinen Beitrag leisten, hieß es.

Außenseiter nun im Fokus

Konkret stehen dabei auch steuerliche Begünstigungen in Millionenhöhe zur Debatte. Damit ist klar: Der Kampf um den wichtigsten Medienposten des Landes hat längst begonnen – und ein Außenseiter könnte plötzlich zum großen Machtfaktor werden.

Personalempfehlungen auf der Tagesordnung

Damit ist ein neues Schlachtfeld eröffnet. Mit ordentlich Brisanz – und ein bisschen Postenschacher-Thematik? Zumindest geht es um direkte Personalempfehlungen. Zuletzt gab es in diesem Zusammenhang, wie im

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berichtet, einige Reibereien zwischen ÖVP und Neos. Etwa wegen der Nominierung des früheren Neos-Abgeordneten Gerald Loacker für den Europäischen Rechnungshof in Luxemburg.

„Werden angepatzt“

Während die Volkspartei den Pinken eben Postenschacher vorwarf, konterte Außenministerin Beate Meinl-Reisinger mit scharfer Kritik an der ÖVP. Die Neos-Chefin sprach von einem „ziemlich durchschaubaren Schauspiel“, mit dem ihre Partei „angepatzt“ werden sollte. Die ÖVP wiederum war wegen der Bestellung Loackers empört. Mit Helga Berger „wäre eine „qualifizierte, erfahrene Frau“ übergangen worden. Wer das gesagt hat? Eben Nico Marchetti.