Eine parlamentarische Anfrage zum Thema Integration und Konflikte im Klassenzimmer liefert neue Daten zur Zusammensetzung österreichischer Schulen. In der Antwort des Bildungsministeriums werden detaillierte Zahlen zum Anteil von Schülern mit Migrationshintergrund sowie zu Schulstandorten mit besonders vielen nichtdeutschsprachigen Kindern genannt.

Demnach liegt der Anteil von Schülern mit Migrationshintergrund an Wiener Pflichtschulen mittlerweile bei 51,5 Prozent. Besonders hoch sind die Werte in einzelnen Schulformen: In Mittelschulen beträgt der Anteil 62,5 Prozent, in Sonderschulen 58,8 Prozent und in Volksschulen 45,9 Prozent. Österreichweit liegt der Durchschnitt dagegen bei 27,5 Prozent.

Als Migrationshintergrund gilt laut Bildungsdokumentationsgesetz, wenn alle bekannten Bezugspersonen eines Kindes nicht in Österreich geboren wurden.

Screenshot/Parlament

Zahlreiche Schüler sprechen kein Deutsch

Die Anfrage zeigt zudem, dass es zahlreiche Schulstandorte gibt, an denen mehr als die Hälfte der Schüler im Alltag kein Deutsch spricht. Besonders viele dieser Schulen befinden sich in Wien, aber auch in anderen Städten wie Linz, Graz oder Salzburg.

Eine zentrale Statistik über Fälle von Extremismus oder religiös motivierte Konflikte an Schulen gibt es laut Bildungsministerium jedoch nicht. Strafrechtlich relevante Vorfälle würden ausschließlich von Sicherheitsbehörden erfasst.