Wie Wiens Bildungsstadträtin Bettina Emmerling bestätigte, können derzeit insgesamt fünf Bau- und Erweiterungsvorhaben nicht wie vorgesehen umgesetzt werden. Neben einem bereits bekannten Projekt im Bezirk Margareten betrifft die Entscheidung weitere Schulstandorte in mehreren Wiener Bezirken.

Die verschobenen Projekte verteilen sich über verschiedene Teile der Stadt. In der Schwarzingergasse im zweiten Bezirk soll ein derzeit leerstehendes Schulgebäude abgerissen werden. Der geplante Neubau wird nicht sofort realisiert, wodurch sich die Entwicklung des Standortes verzögert.

Auch im elften Bezirk ist ein größeres Ausbauvorhaben betroffen. In der Florian-Hedorfer-Straße sollte eine Ganztagsvolksschule gemeinsam mit einer offenen Mittelschule deutlich erweitert werden. Geplant war eine Aufstockung um rund 20 zusätzliche Klassenräume – ein Projekt, das nun ebenfalls verschoben wird.

Weitere Anpassungen betreffen die Ganztagesvolksschule in der Diesterweggasse. Dort sollte eine umfassende Sanierung mit zusätzlicher Erweiterung umgesetzt werden. Auch diese Maßnahme wird vorerst zurückgestellt. Beim Schulzentrum in der Schinnaglgasse bleibt zumindest die grundlegende Sanierung erhalten. Die geplante Erweiterung um zusätzliche Bildungsräume wird allerdings auch verschoben.

Budgetdruck zwingt Stadt zu Prioritätensetzung

Die Entscheidung begründet die Stadtregierung mit der angespannten Haushaltslage. Laut Emmerling lassen die derzeitigen finanziellen Spielräume eine Umsetzung der Projekte momentan nicht zu. Die Projekte gelten damit nicht als endgültig gestrichen, sondern sollen zu einem späteren Zeitpunkt erneut geprüft werden. Wann ist jedoch unklar.

Bäder: Sparkurs betrifft auch andere städtische Einrichtungen

Der Konsolidierungskurs der Stadt beschränkt sich nicht nur auf Bauprojekte. Auch andere kommunale Einrichtungen müssen ihren Betrieb anpassen, um Kosten zu reduzieren. So kündigte die Stadt bereits zu Jahresbeginn Veränderungen im Betrieb der Wiener Bäder an. Zwar bleibt das gesamte Netz der öffentlichen Schwimmbäder erhalten, doch organisatorische Anpassungen sollen künftig Einsparungen ermöglichen. Bis zum Jahr 2026 sollen auf diese Weise rund 2,3 Millionen Euro eingespart werden.

Anpassungen bei Öffnungszeiten und Nutzung

Betroffen sind ORF-Berichten zufolge mehrere sogenannte Kombibäder in den Bezirken Simmering, Ottakring, der Großfeldsiedlung sowie der Donaustadt.

Dort wird insbesondere der Sommerbetrieb neu organisiert. Der Ticketverkauf erfolgt während der warmen Monate künftig ausschließlich über die Kassen der Freibäder. Zugänge über die Hallenbereiche entfallen in dieser Zeit. Auch die Nutzung der Umkleiden und der Eintritt in die Hallenbäder werden während der Sommersaison über den Freibadbereich geregelt. Die Öffnungszeiten orientieren sich künftig stärker an den Betriebszeiten der Außenanlagen.

Zusätzlich stehen bestimmte Trainingshallen – etwa in Simmering oder der Großfeldsiedlung – während der Sommermonate nicht mehr für Individualgäste zur Verfügung