Zeitung im Iran muss Arbeit beenden
Im Iran muss eine Zeitung wegen kritischer Berichte ihre Arbeit einstellen. Das Presseaufsichtsgremium des Landes begründete die staatlich angeordnete Suspension der Zeitung “Hammihan” mit zwei Artikeln, wie die Nachrichtenagentur Tasnim berichtete.
Die iranische Zeitung *Hammihan* zeigt auf ihrer Titelseite im Zentrum von Teheran das Porträt des iranischen Präsidentschaftskandidaten Masoud Peseschkian. Die zweite Runde der iranischen Präsidentschaftswahl findet am 5. Juli 2024 statt. Der reformorientierte Kandidat Masoud Peseschkian tritt in der Stichwahl gegen den ultrakonservativen Saeed Jalili an.IMAGO/ZUMA Press Wire
Bei einem Artikel handelte es sich um eine Kolumne des Chefredakteurs der Zeitung. In einem weiteren Leitartikel schrieb die bekannte Journalistin Elaheh Mohammadi über die staatliche Gewalt während der jüngsten Protestwelle. Nach den Frauenprotesten vor drei Jahren war sie wegen ihrer kritischen Berichterstattung inhaftiert, verurteilt und im Februar 2025 begnadigt worden.
Presse-Zensur
Die Presse im Iran unterliegt der Zensur. Einige wenige Medien versuchen dennoch, regierungskritisch zu berichten. In Krisenzeiten ist dies umso schwieriger. Im Zuge der aktuellen Protestwelle haben die Behörden das Internet blockiert. Nur eine Handvoll regierungsnahe und staatliche Medien berichten mit einem selektiven Blick über das Geschehen im Land.
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