Wiens ÖVP-Chef Markus Figl lässt daran keinen Zweifel. Im Ö1-“Morgenjournal” stellte er klar: „Diese Aussagen insgesamt, die er getätigt haben soll, das ist nicht unser Politikverständnis.“ Zudem habe Ruck zuletzt ohnehin kaum noch eine Rolle in der Partei gespielt.
„Im letzten Jahr ist er, glaube ich, bei einer einzigen Sitzung des Landesparteivorstands und Landesparteipräsidiums gewesen. Also seine Bedeutung, was das betrifft, war schon ziemlich gering“, sagte Figl.
Bewusst erfolgter Ausschluss
Für den Wiener ÖVP-Chef ist deshalb klar, dass Ruck nach seinem Parteiausschluss auch keinen Platz mehr in den Parteigremien haben könne. „Das ist ziemlich absurd. Warum sollte er weiter Mitglied dieser Gremien sein, wenn er nicht mehr Parteimitglied ist? Er ist nicht mehr Mitglied unserer Parteigremien.“ Der Ausschluss sei bewusst erfolgt, schreibt heute.at.
Wirtschaftsbund sieht Angelegenheit anders
Ganz anders beurteilt das allerdings der Wiener Wirtschaftsbund, wie der
Eigentor Ruck In Der Oevp Bahnt Sich Ein Machtkampf An
berichtete. Dort verweist man auf die Statuten: Die Bundes-ÖVP könne Walter Ruck zwar aus der Partei ausschließen, nicht aber aus dem Wirtschaftsbund. Als außerordentliches Mitglied könnte Ruck daher vorerst weiterhin Obmann des Wiener Wirtschaftsbundes und Präsident der Wiener Wirtschaftskammer bleiben. Laut Statuten ist der Chef des Wiener Wirtschaftsbundes auch in den Gremien der Wiener Volkspartei vertreten. Ruck selbst denkt ohnehin nicht ans Aufgeben. Bereits nach seinem Parteiausschluss machte er klar, dass es „keinen Rücktritt“ geben werde und er an seinen Funktionen festhalten will.

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