Zoff zwischen NEOS und ÖVP: Bundesrat lässt weiter die Wogen hochgehen
Die Debatte rund um die Zukunft des Bundesrates erhält neuen Zündstoff: Eine Straßenumfrage der Tiroler NEOS-Abgeordneten Susanna Riedlsperger sorgt für Aufsehen – und für eine ebenso pointierte Reaktion von Bundesratspräsident Markus Stotter (ÖVP).
Bundesrats Präsident Markus Stotter (ÖVP) am Sonntag, 4. Januar 2026, während eines Medientermin des Land Tirol.APA/JOHANN GRODER
In der Innsbrucker Maria-Theresien-Straße zeigte Riedlsperger Passanten ein Foto des Bundesratschefs und fragte: „Wovon könnte er Präsident sein?“ Die Antworten reichten von „Verkehrsexperte“ bis hin zu Tätigkeiten im Bildungsbereich. Die Botschaft der NEOS: Der Bundesrat sei in der Bevölkerung kaum präsent.
Dabei ist der Bundesrat ein zentraler Bestandteil des österreichischen Parlaments. Als „Zweite Kammer“ vertritt er die Interessen der Bundesländer auf Bundesebene. Seine Mitglieder werden nicht direkt gewählt, sondern von den jeweiligen Landtagen entsandt.
Antwort von Stotter
Stotter konterte die Aktion mit einem eigenen Video. Darin befragte auch er Bürger – allerdings mit anderem Ausgang: Mehrere Personen erkannten ihn korrekt als Bundesratspräsidenten. „Danke, dass ihr mich bekannter macht“, kommentierte er in Richtung NEOS.
Zugleich betonte der Osttiroler die Bedeutung der Regionen: Politik entstehe nicht nur in urbanen Zentren. „Dass die NEOS außerhalb der Landeshauptstadt nicht sehr präsent sind, ist keine Neuigkeit. Aber Politik findet eben nicht nur in der Maria-Theresien-Straße statt“, äußerte Stotter gegenüber der Krone.
Unterstützung bekommt er auch aus Wahlergebnissen: Bei vergangenen Abstimmungen erhielt Stotter deutlich mehr Vorzugsstimmen als seine Kritikerin.
Kommentare