Seit Jänner 2024 traf Österreich viermal auf die Deutschen und holte dabei zwei Unentschieden. Probleme bereiteten die Außenseiter dabei mit dem Spiel Sieben-gegen-Sechs, in dem der Torhüter im Angriff durch einen zusätzlichen Feldspieler ersetzt wird. “Sie haben mit Lukas Hutecek und Mykola Bilyk zwei absolute Alpha-Tiere, die das Angriffsspiel in all ihrer Hässlichkeit leiten und dafür sorgen werden, dass es kein Handball-Leckerbissen wird”, warnte Wolff.

Die Österreicher würden auch “mit sehr viel Härte und Leidenschaft verteidigen. Sie haben ein bisschen den Bonus, dass sie ein Stück weit als Außenseiter gesehen werden. Da wird ihnen das eine oder andere Foul durchgehen gelassen”, so Wolff. Mit Bilyk spielt der Torhüter gemeinsam beim THW Kiel. Seine Meinung über Österreichs Auftreten habe er dem Teamkollegen schon mitgeteilt. Wolff zeigte auch Verständnis: “Es ist letztendlich eine Frage, wie du erfolgreich sein kannst. Die Österreicher haben mit der Art und Weise in den letzten Turnieren auf sich aufmerksam gemacht und Überraschungserfolge erzielt.”

Finaler 16-Mann-Kader steht

Die Österreicher hoben am Dienstag ins EM-Quartier nach Dänemark ab. Chefcoach Iker Romero nominierte seinen finalen 16-Mann-Kader, nicht mehr mit dabei sind Nicolas Paulnsteiner und Emanuel Petrusic. Mit 203 Länderspielen und 576 Treffern führt Routinier Janko Bozovic (40) das Aufgebot an. Insgesamt 13 Legionäre sind für Österreich im Einsatz. Untergebracht ist die Mannschaft während der EM in Silkeborg.

Angeführt wird das Team von Stammkräften wie Bilyk (Kiel), Hutecek (Lemgo Lippe), Sebastian Frimmel (Szeged/HUN) oder Lukas Herburger (Füchse Berlin). Die Vorrundenspiele werden durchgehend in Herning bestritten. Nach der Partie gegen Deutschland geht es gegen Spanien (Samstag) und Serbien (Montag).