Flucht aus dem Teamquartier: Iranische Fußballerinnen bitten um Asyl
Fünf Spielerinnen der iranischen Fußballnationalmannschaft sind nach dem Ausscheiden ihres Teams aus dem Asien-Cup aus der Mannschaftsunterkunft geflohen. Die Frauen hätten nach laut im Exil lebenden iranischen Kronprinz Reza Pahlavi sowie US-Präsident Donald Trump Asyl in Australien beantragt.
Den Angaben zufolge handelt es sich um die Spielerinnen Fatemeh Pasandideh, Zahra Ghanbari, Zahra Sarbali, Atefeh Ramezani Zadeh und Mona Hamoudi. Sie konnten sich aus der Unterkunft der Mannschaft absetzen und befinden sich derzeit im Gewahrsam der Polizei im australischen Bundesstaat Queensland. Dort sollen ihre Asylanträge geprüft werden. Die übrigen Mitglieder der Nationalmannschaft befinden sich unterdessen bereits auf dem Rückweg in den Iran.
Iranischer Mannschaft drohen im Heimatland Strafen
Dem Vorfall gingen Tage voller Spekulationen voraus. Beim Spiel gegen Südkorea am 2. März hatten Spielerinnen und Betreuer der iranischen Auswahl demonstrativ das Singen der Nationalhymne verweigert. Die Aktion galt als stiller Protest gegen das Mullah-Regime in Teheran. In iranischen Staatsmedien löste dies scharfe Kritik aus, regimefreundliche Stimmen forderten harte Konsequenzen für die Beteiligten.
Auch international sorgte der Fall für politische Reaktionen. US-Präsident Donald Trump kritisierte die australische Regierung öffentlich und warnte davor, die Spielerinnen in den Iran zurückzuschicken. „Australien begeht einen schrecklichen humanitären Fehler“, schrieb Trump und appellierte an Premierminister Anthony Albanese, den Frauen Schutz zu gewähren.
Die Abreise der Mannschaft aus Australien war zuvor durch einen Anti-Regime-Protest vor der Unterkunft verzögert worden. Im Iran drohen den Spielerinnen nach ihrer Protestaktion nun harte Strafen. Seit Monaten erschüttern landesweite Proteste gegen die islamische Führung das Land.
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