Gelingt das Handball-Wunder? So kann Österreich bei der EM doch noch weiterkommen
Auch wenn sie eher rechnerischer Natur ist – die Chance für Österreichs Handballmänner, die EM-Hauptrunde zu erreichen, ist nach einem kuriosen Samstagabend noch am Leben.
Zwei Stunden, nachdem die ÖHB-Akteure ziemlich geknickt das 25:30 gegen Spanien und das Vorrunden-Aus beklagt hatten, eröffnete ihnen der völlig unerwartete serbische Sieg über Deutschland noch eine Minichance. In Deutschland herrschte hingegen Entsetzen – oder laut Bild: “Plötzlich EM-Angst!”
Vor dem abschließenden Vorrundenduell von Gruppe A mit Serbien am Montag (18.00 Uhr) ruht die Hoffnung nun auf der “kleinen Tabelle”, in der man im Idealfall gleichauf mit den Serben und den Deutschen bei je zwei Punkten hält. Dafür ist neben einem spanischen Erfolg über Deutschland im Montag-Spätspiel (20.30 Uhr) auch ein eigener Sieg gegen Serbien nötig – und der muss zumindest ein Vier-Tore-Plus aufweisen.
ÖHB: "Gegen Serbien noch einmal voll angreifen"
Medaillenkandidat Deutschland war zuvor den Serben nach einer 17:13-Halbzeitführung noch 27:30 unterlegen, zum ersten Mal in einem Bewerbsspiel überhaupt. Es war zudem der erst vierte EM-Endrundesieg der Serben seit ihrem Vize-Europameistertitel 2012. Und es schmerzte nicht nur die zahlreichen deutschen Fans in der Jyske Bank Boxen von Herning. “Ich kann es mir gerade noch nicht so richtig erklären”, ächzte Rückraumspieler Julian Köster danach.
Zwei Tage nach dem 30:27-Auftakterfolg über Österreich sind die deutschen Ambitionen auf Edelmetall wohl etwas gedämpft worden, auch wenn man letztlich vielleicht weiterkommen sollte. Für Österreich öffnet sich hingegen trotz der beiden Niederlagen noch ein kleines Fenster. “Unser Ziel muss jetzt sein, gegen Serbien noch einmal voll anzugreifen”, betonte ÖHB-Sportdirektor Patrick Fölser, dessen Team am Montag als erstes dran ist. “Und dann werden wir sehen, zu was es reicht.”
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