Irans Fußballerinnen schweigen bei Hymne – starkes Zeichen beim Asien-Cup
Mitten im Krieg in ihrer Heimat setzen Irans Fußballerinnen beim Asien-Cup ein stilles, aber deutliches Zeichen. Beim Abspielen der Nationalhymne bleiben sie stumm. Auch auf den Rängen ist der Protest sichtbar. Das 0:3 gegen Südkorea wird dabei fast zur Nebensache.
Während im Nahen Osten die Lage eskaliert, stehen Irans Fußballerinnen Tausende Kilometer entfernt auf dem Rasen der australischen Gold Coast. Vor dem Spiel gegen Südkorea kommt es zu einem Moment, der mehr sagt als jedes Tor: Als die Nationalhymne erklingt, bleiben die Spielerinnen sowie der Trainerstab schweigend stehen. Die Szene wird gefilmt und erregt international Aufmerksamkeit.
Fans zeigen Flagge – Australierinnen zollen Respekt
Auch einige Fans auf den Tribünen schlossen sich dem Protest an. Auf Bildern war zu sehen, wie viele Anhänger Flaggen aus der Zeit vor der islamischen Revolution von 1979 hochhielten. Im Vergleich zur aktuellen Flagge ist in der Mitte kein rotes Emblem, sondern ein goldener Löwe und eine Sonne zu sehen.
Laut der australischen Nachrichtenagentur AAP wollten sich die iranischen Spielerinnen sowie Trainerin Marziyeh Jafari rund um das Spiel nicht zu ihrem Protest und dem Krieg äußern. Am Donnerstag treffen sie auf Australien. „Unser Mitgefühl gilt ihnen und ihren Familien. Es ist eine schwierige Situation, und es ist wirklich mutig von ihnen, hier zu sein und zu spielen”, sagte die australische Fußballerin Amy Sayer.
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