Wie der französische Sender RMC Sport enthüllte und die Zeitungen El País sowie Marca bestätigen, führte die Verwechslung zu einer Fehldiagnose. Statt Entwarnung gab es eine Verschlimmerung der Verletzung – und Mbappés Comeback verzögerte sich deutlich.

Der französische Nationalstürmer schäume vor Wut, hieß es unterdessen laut Marca. Der Fehler der medizinischen Abteilung habe beim Club Chaos ausgelöst, versichert das Blatt. Der französische Journalist Daniel Riolo hatte am Dienstag in der RMC-Sendung “After Foot” erklärt, die Ärzte der “Königlichen” hätten sich schlichtweg am Knie geirrt und deshalb eine falsche Diagnose erstellt. “Eine Kernspintomographie wurde an seinem rechten Bein durchgeführt, obwohl er am linken Bein Schmerzen hatte”, hieß es. Das habe den Kapitän Frankreichs “gehörig auf die Palme gebracht”, als er davon erfahren habe.

In Paris fand Mbappé "die richtige Lösung"

Eine Stellungnahme zu diesen Aussagen gaben die verschiedenen Beteiligten zunächst nicht ab. Mbappé, der sich am 7. Dezember bei der Heimpleite Reals gegen Celta de Vigo (0:2) verletzt hatte, sagte am Montag auf eine Frage nach seiner Verletzung: “Ich hatte das Glück, in Paris die richtige Lösung zu finden.” Er sei in dieser Zeit “nicht der glücklichste Spieler der Welt” gewesen. El País schrieb, man habe den Fehler der Real-Ärzte “über direkt beteiligte Quellen” bestätigt. Die renommierte Zeitung betonte: “Die von uns im Verein konsultierten Quellen haben dies nicht dementiert.”

Mbappé wurde in Paris behandelt und sei nun zu “100 Prozent fit”, sagte Riolo. Der 27-Jährige war nach längerer Pause bei den Real-Siegen bei Manchester City (2:1) am 17. März sowie am Sonntag gegen Atlético Madrid (3:2) eingewechselt worden und spürte keine Probleme. Es wird daher erwartet, dass er bei den WM-Testspielen der französischen Nationalmannschaft am Donnerstag in Boston gegen Brasilien sowie am Sonntag in Landover bei Washington gegen Kolumbien zum Einsatz kommt.