Das favorisierte Team um Quarterback Sam Darnold setzte sich auch dank seiner starken Defensive in einem einseitigen Finale der National Football League mit 29:13 durch. Die Patriots – gemeinsam mit den Pittsburgh Steelers SuperBowl-Rekordchampion – verpassten den angestrebten siebenten Titel dagegen deutlich.

Die Fans aus Seattle feierten in Santa Clara die lang ersehnte Wiedergutmachung für die dramatische Niederlage vor elf Jahren, als die Seahawks 24:28 gegen die Patriots verloren hatten. Damals hatten die Seahawks sich in bester Position kurz vor Schluss einen entscheidenden Ballverlust erlaubt und den möglichen Sieg aus der Hand gegeben. Mit fünf verwandelten Field Goals wurde Kicker Jason Myers nun zum Schlüsselfaktor für Seattle und stellte einen Rekord für die Super Bowl auf.

Die Seahawks gingen direkt mit der ersten Angriffsserie in Führung, mussten sich dabei aber mit einem Field Goal von Myers zufriedengeben. Für die Patriots gab es im ersten Anlauf keine Punkte – das sollte in der von starken Abwehrreihen geprägten Begegnung den Ton setzen.

9:0 zur Pause

Das zweite Field Goal zur 6:0-Führung im zweiten Viertel war für Seattle daher eher ein Gewinn als eine vertane Chance, elf Sekunden vor der Pause erhöhten die Seahawks auf 9:0. Dies war kein gutes Omen für die Patriots: Noch nie hatte ein Team ohne eigene Punkte in der ersten Halbzeit den Super Bowl gewonnen – und es sollte dabei bleiben.

Nach der Pause zwang die Seahawks-Abwehr die Patriots schnell wieder vom Feld. Die Offensive aus Seattle arbeitete sich dank Runningback Kenneth Walker III über das Feld und ging durch das vierte Field Goal von Myers 12:0 in Führung. “Man merkt, dass die Luft raus ist bei den Patriots”, analysierte Sebastian Vollmer, früherer SuperBowl-Champion mit New England, als RTL-Experte.

Die restliche Hoffnung platzte dann mit dem ersten Ballverlust kurz vor Ende des dritten Viertels. Direkt im Anschluss machten die Seahawks früh im Schlussabschnitt den ersten Touchdown zur 19:0-Führung. Ein Flitzer sorgte für etwas Unruhe und musste von Ordnern zu Boden gebracht werden.

Der erste Touchdown für die Patriots zwölfeinhalb Minuten vor Schluss gab der Partie etwas Leben zurück, doch auch das 7:19 brachte nicht mehr die Wende. Stattdessen erlaubte sich New Englands Quarterback Drake Maye einen kapitalen Fehler, als er den Ball zu Seattle-Verteidiger Julian Love warf. Myers traf auch noch sein fünftes Field Goal. Die Seahawks-Abwehr belohnte sich schließlich noch selbst mit einem Touchdown, als Uchenna Nwosu einen abgefangenen Ball direkt in die Endzone trug. Der zweite Touchdown der Patriots sorgte kaum noch für Jubel im Stadion.

Runningback der Seahawks machte den Unterschied

Kenneth Walker III sorgte mit seinen Läufen lange für die wenigen Ahh- und Ohh-Momente der Partie. Der Runningback der Seattle Seahawks erarbeitete seinem Team die Vorteile, auf die Fans der Patriots vergeblich hofften. Bis zu 30 Yards holte er so auf einmal raus, immer wieder umkurvte er Gegenspieler und transportierte den Ball zusätzliche wenige Meter nach vorne – das machte in der Begegnung den Unterschied aus. Insgesamt lief Walker für 135 Yards.