Skandal-Derby erschüttert Wien: Rapid drohen heftige Strafen
Die Kräfteverhältnisse in Wien verschieben sich erneut – und das mit Wucht. Während die Austria nach dem Derbysieg vom Titel träumen darf, steckt Rapid tiefer denn je in der Krise. Nach dem 2:0 im Wiener Derby am Sonntag herrscht in Favoriten Euphorie, Hütteldorf hingegen droht nicht nur sportlicher Ärger, sondern auch juristischer Gegenwind vor dem Strafsenat.
Nur einen Zähler liegt die Austria hinter Platz eins, das erste Ziel – die Meistergruppe – rückt näher. Rapids Chancen darauf sanken in Wien-Favoriten. Dazu sorgten die Auswärtsfans für unschöne Szenen.
Dass der grün-weiße Anhang mit dem Werfen von Böllern und anderer pyrotechnischer Gegenstände in den Schlussminuten noch eine Spielunterbrechung erzwang, bringt die Vereins-Granden einmal mehr in Erklärungsnot. Eine saftige Strafe vom Strafsenat der Liga droht. Eine Sperre des Heimsektors für drei Spiele steht für den bereits auf Bewährung verurteilten Club ebenso im Raum wie eine Geldstrafe.
Ausschreitungen in Wien-Favoriten
“Wir wollen Rapid sehen”, hatten die seit den Derby-Vorfällen im September 2024 wieder zugelassenen Auswärtsfans zunächst skandiert, als sich das zwölfte sieglose Pflichtspiel in Folge bedrohlich ankündigte, hieß es kurz vor dem Eklat nur noch: “Wir haben die Schnauze voll.” Der weiter sieglose Trainer Johannes Hoff Thorup merkte an, dass er die Enttäuschung der Fans verstehe. “Aber natürlich darf sich die Frustration nicht so zeigen wie heute am Ende des Spiels”, so der Däne.
Auch nach dem Schlusspfiff kehrte keine Ruhe ein. Bild- und Videoaufnahmen zeigen, wie einzelne Personen der grün-weißen Fanlagers in Favoriten weiter für Unruhe sorgten und durch die Straßen zogen, berichtet oe24.
Im Park gegenüber der Eisdiele Tichy eskalierte die Situation schließlich. Mehrere Personen zündeten Pyrotechnik und schossen diese unkontrolliert durch die Gegend. Dabei wurden auch umliegende Geschäfte beschädigt. Die Polizei rückte mit einem Großaufgebot an und war weiterhin im Einsatz, um die Lage unter Kontrolle zu bringen.
Kommentare