Das 2:0 der Austria Wien gegen Rapid im 348. Wiener Derby wurde von massiven Ausschreitung der Grün-Weißen-Anhänger überschattet. Neben dem Abfeuern von Böllern und Leuchtraketen tauchte zudem ein Video auf, das einen besonders dreisten Vandalismus-Akt zeigen soll: Ein Rapid-Anhänger habe dabei ein WC im Austria-Stadion überschwemmt.

Fußball-Rekordmeister Rapid hat am Tag nach den Vorkommnissen eine erste Entscheidung getroffen. “Als eine erste konkrete Maßnahme wird der SK Rapid bei Auswärtsderbys bis auf Weiteres davon Abstand nehmen, das Kartenkontingent für den Gästesektor abzurufen”, verlautete der seit zwölf Pflichtspielen sieglose Tabellensiebente der Bundesliga am Montag.

Man werde eng mit den Behörden zusammenarbeiten und selbstverständlich jede Unterstützung leisten, um zur Identifizierung jener Personen, die Böller oder Leuchtraketen abgefeuert haben, beizutragen. “Diese erwartet dann vom Verein jene Konsequenzen, die diesem möglich sind, sprich Hausverbote und gegebenenfalls der Entzug von Vereinsmitgliedschaften.”

Wrabetz "bedauert Vorfälle"

“Wir bedauern diese Vorfälle und distanzieren uns in aller Deutlichkeit davon. Durch das gestrige Fehlverhalten von einer kleinen Minderheit der Anhängerschaft wird dem SK Rapid in einer ohnehin sehr schwierigen Situation zusätzlich geschadet und wir appellieren an alle Rapidlerinnen und Rapidler zum Zusammenhalt. Nur gemeinsam wird es möglich sein, den aktuellen sportlichen Negativlauf zu stoppen und in eine positive Zukunft zu gehen”, wurde Club-Präsident Alexander Wrabetz zitiert.

Man werde weiterhin im Dialog mit Fanvertretern bleiben, um gemeinsam an einem sicheren und positiven Fußballerlebnis für alle Beteiligten zu arbeiten. Seinem Team droht eine saftige Strafe. Eine Sperre des Heimsektors für drei Spiele steht für den bereits auf Bewährung verurteilten Club ebenso im Raum wie eine Geldstrafe.