In Wien sind Dienstagfrüh bei einem Straßenbahnunfall mehrere Personen verletzt worden. Ein Zug der Linie 62 krachte bei der unterirdisch gelegenen Station Matzleinsdorfer Platz in einen Zug der davor fahrenden Wiener Lokalbahn, teilten die Wiener Linien der APA mit. Wie genau es zu dem Unfall gekommen ist, war vorerst unklar. Laut Information der Berufsrettung es gab vier Verletzte – die beiden Bim-Fahrer und zwei Passagiere.

Der Straßenbahnfahrer der 62er-Bim wurde dabei schwer verletzt. Er musste von den Einsatzkräften der Feuerwehr aus dem Führerhaus befreit werden. “Das Cockpit war massiv beschädigt und der Fahrer eingeklemmt. Wir haben ihn mit sogenanntem hydraulischen Rettungswerkzeug befreit und dem Rettungsdienst übergeben”, sagte Berufsfeuerwehr-Sprecher Christian Feiler der APA.

Betriebsstörung bei den Linien 6, 18 und 62

Der Fahrer erlitt Verletzungen im Beinbereich, wie eine Sprecherin der Berufsrettung der APA mitteilte. Er wurde nach der notfallmedizinischen Versorgung zur weiteren medizinischen Abklärung in den Schockraum eines Krankenhauses gebracht. Der andere Bim-Fahrer sowie die beiden Passagiere wurden mit Prellungen ins Spital gebracht.

Der Unfall passierte laut Wiener Linien um 7.24 Uhr. Betroffen waren Züge in Fahrtrichtung Oper. Beide Fahrzeuge wiesen im Crashbereich laut Feuerwehr-Sprecher “massive Verformungen” auf. Die Berufsfeuerwehr war nach der Alarmierung mit 20 Fahrzeugen und 70 Mann zur Unfallstelle ausgerückt.

APA

Ursache unklar

Aufgrund des Unfalls kam es zu massiven Fahrbehinderungen auf der Strecke. Betroffen waren die Linien 6, 18, 62 und die Wiener Lokalbahn nach Baden. Gegen 9.45 Uhr war die Unfallstelle geräumt und der reguläre Fahrtbetrieb auf der Strecke wurde wieder aufgenommen. Die beschädigten Fahrzeuge konnten in Betrieb genommen und ohne technische Unterstützung entfernt werden, wie eine Sprecherin der Wiener Linien mitteilte.

Wie genau es zu dem Unfall gekommen ist, blieb vorerst weiterhin unklar. “Wir werden alle Daten auswerten und uns alles genau ansehen”, erklärte die Sprecherin der Verkehrsbetriebe den nächsten Schritt. Bis es ein Ergebnis und Klarheit gibt, könnte es einige Tage dauern. (APA)