Die Corona-Krise hat das Vertrauen in das klassische Finanzsystem in den vergangenen Monaten weltweit weiter geschwächt, die Nachfrage nach anonymem Geld gleichzeitig enorm verstärkt. Der größte Unterschied zwischen Krypto- und klassischen Fiat-Währungen besteht darin, dass letztere von Zentralbanken und Banken geschaffen und kontrolliert werden. Kryptowährungen wie Bitcoin werden durch sogenanntes Mining online erzeugt und von keiner zentralen Instanz kontrolliert. Statt auf Behörden vertrauen Bitcoin Anleger lieber auf die Technologie im Hintergrund – die sogenannte Blockchain. Was muss man alles über Bitcoin wissen?

Seit den 1990er Jahren versucht die sogenannte „Cypherpunk“-Bewegung mittels komplexer kryptographischer Verfahren ein sicheres Äquivalent für Bargeld im Internet zu schaffen. Das Zahlungssystem Bitcoin wurde schließlich von Satoshi Nakamoto im Jahr 2007 erfunden. Wer sich hinter dem Pseudonym Nakamoto verbirgt, ist bis heute nicht bekannt. Nicht einmal, ob es sich um einen einzelnen Menschen oder eine Gruppe von Personen handelt.

Bitcoins bei der Post

In Österreich gibt es mittlerweile unterschiedliche Möglichkeiten seine digitale Brieftasche mit Bitcoins zu füllen. Auf klassischen Online-Krypto-Marktplätzen funktioniert der Kauf ebenso einfach, wie über teilnehmende Trafiken und Tankstellen. Sogar bei der Post kann man Bitcoins erstehen. Anfang Februar 2021 betrug der Preis pro Bitcoin übrigens etwas mehr als 30.000 Euro.

Bitcoins konnten sich teilweise schon als Zahlungsmittel etablieren.Pixabay / PIRO4D

Ausgaben kann man die digitale Währung natürlich auch. Hier sind fünf beliebte Shops und Dienstleister, die Bitcoins akzeptieren:

Lieferando

Etsy

Shopify

A&O Hotels

Expedia

Die teuerste Pizza der Welt

Wer Bitcoins als Zahlungsmittel verwendet, muss natürlich auch mit den extremen Wertschwankungen leben können. Ein kurioses Beispiel dafür lieferte Laszlo Hanyecz, der im Jahr 2010 wohl die erste Alltags-Zahlung mit der Kryptowährung getätigt hat. Für eine Pizza soll er damals 10.000 Bitcoins bezahlt haben. Stand nach heutigem Gegenwert: Mehr als 500 Millionen Euro.

Auf einem eigenen Twitter-Account kann man täglich verfolgen, wie sich der Wert der Bitcoin-Pizza entwickelt …

Bitcoin-Stores gibt es mittlerweile auf der ganzen Welt.APA/AFP/NICOLAS TUCAT

Energie-Killer Bitcoin?

Anfang März 2021 kochte ein weiterer Aspekt der Bitcoin-Thematik hoch: das Mining der Währung benötigt enorm viel Strom. Unglücklich darüber zeigte sich unter anderem Microsoft-Gründer Bill Gates: „Bitcoin verbraucht mehr Energie pro Transaktion als jede andere Methode in der Geschichte der Menschheit.“ Es sei keine gute Sache für das Klima.

Das Minen der Kryptowährung erfolgt auf starken Computern, die dauernd komplexe mathematische Aufgaben lösen müssen. Dafür brauchen die Prozessoren riesige Mengen an Energie. Der große Teil des Stroms wird derzeit dafür aus fossilen Quellen gewonnen.
Aktuell sorgt ein Video im Netz für Wirbel, das eine Bitcoin-Mine zeigt, die direkt an eine Ölquelle angeschlossen ist.

Der Energieverbrauch der Kryptowährung sorgt für KritikGrafik: Exxpress

Die Bitcoin-Timeline

2008: Die Domain bitcoin.org wird registriert, Satoshi Nakamoto veröffentlich sein Bitcoin-Papier.

2009: Der erste Bitcoin client (bitcoind v0.1) geht an den Start. Satoshi Nakamoto führt die erste Bitcoin-Transaktion zu Hal Finney durch.

2010: Die erste Bitcoin-Börse (Bitcoin Market) wird etabliert, GPU-mining beginnt. Eine Sicherheitslücke im System wird genutzt, um 184 Milliarden Bitcoins zu generieren. Der Bug wird rasch behoben.

2011: Bitcoin erreicht zum ersten Mal den Wert des US-Dollars (1 USD = 1 BTC).

2013: Der weltweite Bitcoin-Markt überschreitet die Milliarden-Dollar-Grenze

2017: Bitcoin überschreitet zum zweiten Mal seit 2014 die 1000 USD-Marke. Japan stuft Bitcoin als legales Zahlungsmittel ein.

2018: Facebook, Google and Twitter verbieten das Bewerben von Kryptowährungen.

2021: Am 8. Februar investiert Elektroauto-Hersteller Tesla rund 1,5 Milliarden US-Dollar in Bitcoin. Der Bitcoin stürmt zu neuen Rekordwerten.

MärzBitcoin Experte Bobby Lee twittert die Vorhersage, dass Bitcoin im März 2021 noch bis auf 2500 Dollar abstürzen werde, dann bis Ende 2020 auf 20.0000 Dollar steigen und im Dezember 2021 über 300.000 Dollar wert sein könnte.

Kaufen, kaufen, kaufen ...

Wer gerne mehr über Bitcoin erfahren möchte und vielleicht sogar Lust hat, in den Handel mit Kryptowährungen einzusteigen – wird beim größten Anbieter Österreichs Bitpanda fündig.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Haben Sie schon einmal mit Bitcoin gehandelt?