Sorge um Gewerbeimmobilien

Bankaktien gehören heute in Europa zu den Underperformern. Indirekt auch, da es für Rene Benkos Signa ein Fitch-Downgrade gab (siehe Seite 2). Aber vor allem, da die EZB im ihrem morgigen Finanzstabilitätsbericht laut Vorabinfos das Risiko rund um Gewerbeimmobilien-Kredite wieder größer auf die Glocke hängen wird: auf diese entfallen rund 10% der gesamten europäischen Bankkredite. Mit möglichen Ansteckungsfolgen für Gewerbeimmobilien-Investoren wie Investmentfonds und Versicherer.

Meldungen in Kürze

Analysen zu österreichischen Aktien. Kepler Cheuvreux bestätigt für SBO die Empfehlung Kaufen – und reduziert das Kursziel von 90,0 auf 85,0 Euro. Letzter Schlusskurs: 45,8 Euro – durchschnittliches Kursziel: 82,58 Euro.

Kapsch TrafficCom starte seiner Kapitalerhöhung. 1.300.000 neue Aktien werden im Rahmen eines sofort startenden “accelerated book-building”-Verfahrens heimischen und internationalen institutionellen Investoren angeboten. Ein öffentliches Angebot gibt es nicht. Das Bezugsrecht der Aktionäre wurde per Beschluss in der Hauptversammlung vom 6. September 2023 ausgeschlossen. Bis zu 822.783 Aktien dürften gegen Sacheinlage (Forderung gegen die Gesellschaft) an den Mehrheitseigner Kapsch-Group Beteiligungs GmbH gehen. Die übrigen 477.217 Aktien werden gegen Bareinlagen ausgegeben.

Signa Development Selection AG.
Fitch reduziert das Emittenten-Rating auf ein CCC- mit negativem Ausblick.

Varta. Laut Bloomberg-Meldung reduzierte Sih Partners die Netto-Short-Position um 5,19% auf nun 2,01 Prozent des Aktienkapitals. Die offiziell gemeldeten Leerverkaufspositionen machen insgesamt 3,28% des Kapitals aus.

Internationale Unternehmensnews.
Der irische Baustoffkonzern CRH <IE0001827041> wird nach Preiserhöhungen im US-Geschäft etwas zuversichtlicher für das Gesamtjahr. Der operative Gewinn (EBITDA) soll nun 2023 um knapp 13 Prozent auf etwa 6,3 Milliarden US-Dollar (5,76 Mrd Euro) steigen. Zuvor wurden 6,2 Milliarden Euro angepeilt.
Nach neun Monaten stehen bei CRH bereits 4,8 Milliarden Dollar als EBITDA in den Büchern, 14 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Den Umsatz steigerten die Iren um acht Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 26,3 Milliarden Dollar. Das Management will die Dividende für 2023 im Vergleich zum Vorjahr um fünf Prozent auf 1,33 Dollar je Aktie anheben.

MARINOMED - Zukunftsversprechen

Marionemd CEO Andreas Grassauer© Börse Express

Das Pharmaunternehmen Marinomed musste in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahrs bei stabilem Umsatz eine Ausweitung des negativen Betriebsergebnisses hinnehmen. Der Umsatz erreichte 7,2 Mio. Euro, nach 7,1 Mio. Euro. Das Betriebsergebnis (EBIT) verschlechterte sich von minus 3,8 auf 4,4
Mio. Euro (gestiegene Personalkosten, höhere F&E-Aufwendungen und geringere Forschungszuschüsse). Deutlich reduziert haben sich die liquiden Mittel – von 8,2 auf 2,8 Mio. Euro.
Für das Gesamtjahr wird ein schwächeres Ergebnis erwartet, aber für 2024 gebe es eine „starke Wachstumspipeline“, heißt es. Denn: „Die Kommerzialisierung unserer Leitprodukte Budesolv und Tacrosolv sowie der Ausbau unseres Carragelose-Geschäfts, unter anderem in Asien und dem Nahen Osten, standen auch im dritten Quartal 2023 im Mittelpunkt der Arbeit des Marinomed-Teams.
Dabei stimmen uns hervorragende klinische Daten und positives Marktfeedback zuversichtlich, dass wir auch in einem schwierigeren Umfeld das volle Potenzial unserer Produkte ausschöpfen können“, sagt CEO Andreas Grassauer. < Mehr zum Unternehmen gibt’s auf www.boerse-ex-press.com