Jetzt also doch: Selenskyj für neutrale Ukraine - wie Österreich
Überraschende Wende bei Ukraines Staatschef Wolodymyr Selenskyj: Nach ersten Vorschlägen des Kremls für eine Neutralität der Ukraine nach dem Vorbild Österreichs gibt jetzt die ukrainische Regierung nach – auch Selenskyj möchte nun darüber sprechen. Die Türkei soll einen sofortigen Waffenstillstand vermitteln.
In einer neuen Video-Botschaft hat Wolodymyr Selenskyj nun sehr deutlich einem Vorschlag zugestimmt, der von der russischen Regierung schon vor drei Wochen unterbreitet worden ist: Die Ukraine könnte künftig einen neutralen Status haben – wie etwa nach dem Beispiel Österreichs.
Das soll bei den heute erneut stattfindenden Friedensgesprächen mit türkischer Vermittlung der wichtigste Punkt sein.
Sicherheits-Garantien für die Ukraine?
Vor russischen Medien, die ein Verbot haben, diese Rede auszustrahlen, betonte Selenskyj: Dieses Neutralitäts-Angebot müsse von einem Dritten garantiert werden – und bräuchte die Zustimmung in einem Referendum.
Selenskyj berichtete auch, dass die russische Invasion viele Städte mit russische sprechender Bevölkerungsmehrheit massiv beschädigt hätte – “schlimmer als im Krieg in Tschetschenien”.
Heute Telefonat Erdogan-Putin
Selenskyj wörtlich in dem neuesten Video: “Wir wollen Sicherheits-Garantien und Neutralität sowie einen atomwaffenfreien Status für unsere Nation.” Für diesen Deal müssten nur ein Waffenstillstand und ein Truppenrückzug der russischen Seite die Grundlagen sein.
Der ukrainische Präsident warnte auch vor einer humanitären Katastrophe in Mariupol: “Alle Zufahrten nach Mariupol sind gesperrt, der Hafen ist vermint. Es ist unmöglich, Nahrung, Wasser und Arzneimittel in die Stadt zu bringen.”
Heute, Montag, soll der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan mit Wladimir Putin telefonieren und ihm die neuen ukrainischen Vorschläge unterbreiten.
Kommentare