Der Aufschwung in der Wirtschaft nach der Corona-Pandemie zeichnet sich auch im aktuellen Stimmungsbild ab: Der Optimismus-Pegel in der Bevölkerung ist spürbar auf einen neuen Höchststand gestiegen.

Jeder Zweite blickt nun mit Zuversicht in die nahe Zukunft. Zudem wird auch die Lage der Wirtschaft deutlich positiver eingeschätzt. Auch die Mehrheit der Unternehmer beurteilt die momentane Situation der österreichischen Wirtschaft positiv, zeigt eine aktuelle market-Umfrage im Auftrag der Wirtschaftskammer Österreich (WKO).

Es braucht zielgerechte Ansätze

Diesen positiven Schwung gilt es jetzt gerade im Hinblick auf die Herausforderungen der Klimaziele nicht zu verlieren, betont WKO-Präsident Harald Mahrer: „Wenn wir jetzt eine Steuerreform angehen, muss klar sein: Belastungen sind für unsere Betriebe gerade in dieser Situation des Wiederaufbaus sowohl ökonomisch als auch sozial und ökologisch falsch. Wir wollen Betriebe und Bevölkerung nachhaltig entlasten und nicht nachhaltig belasten.“

Neben kurzfristigen Maßnahmen für die unmittelbare Erholung braucht es, so der WKO-Präsident, zielgerichtete Ansätze, damit die Wirtschaft in Schwung kommt und es auch bleibt. Die klassischen Wachstumstreiber Export, Konsum und Investitionen sind daher von größter Bedeutung und müssen gezielt gestärkt werden.

WKO

Die Wirtschaftskammer setzt sich für eine breites Maßnahmenpaket ein, das von der Umsetzung der Tarifreform über die KöSt-Senkung bis zur gezielten Förderung von nachhaltigen Investitionen reicht, damit Technologieoffenheit und Innovationen auch wirklich umsetzbar sind. Mahrer: „Unsere Vorschläge liegen auf dem Tisch. Gerade jetzt ist die Zeit für Entlastung. Eine KöSt-Senkung und eine Senkung der Lohn- und Einkommenssteuer bringen wesentliche Wachstumsimpulse. Wenn wir jetzt an den konkreten Bedürfnissen der Arbeitnehmer und der Wirtschaft ansetzen, werden wir es schaffen, aus der Krise herauszuwachsen.“

Mahrer: „Nach der Krise braucht es vor allem eines: Freie Bahn für unsere Unternehmen – freie Bahn für Wertschöpfung und Arbeitsplätze in Österreich. Wer einen nachhaltigen Aufschwung nach der Krise will, der muss jetzt nachhaltig entlasten, und zwar Betriebe wie Bevölkerung gleichermaßen.“

WKO-Präsident Harald Mahrer im eXXpressTV-Studio