Kurioser Fund bei Kontrolle: Beamte entdecken Tausende „blinde Passagiere“
Am Flughafen wird nicht nur mit Drogen oder Luxuswaren geschmuggelt – manchmal auch mit erstaunlich kleinen „Passagieren“. Am Jomo Kenyatta International Airport in Nairobi haben Behörden einen chinesischen Staatsbürger festgenommen, der versuchte, rund 2000 lebende Ameisen außer Landes zu bringen.
Neben Reagenzgläsern wurden die Ameisen auch mithilfe von Toilettenpapier geschmuggelt.IMAGO/Stefan Zeitz
Wie die BBC berichtet, wurden die Tiere bei einer Routinekontrolle im Gepäck des Mannes entdeckt. Laut Staatsanwaltschaft waren 1948 Gartenameisen sorgfältig in Reagenzgläsern verpackt, weitere 300 Tiere steckten in drei Rollen Toilettenpapier. Ziel der ungewöhnlichen Fracht soll laut Medienberichten China gewesen sein. Der Verdächtige selbst schweigt bisher zu den Vorwürfen.
Nachfrage für geschmuggelte Tiere groß
Bei den Insekten handelt es sich um Messor cephalotes, eine Ameisenart, die unter internationalem Schutz steht. Ihr Handel ist streng reguliert. Dennoch steigt die Nachfrage auf dem Markt für exotische Haustiere – vor allem in Europa und Asien. Sammler halten die Tiere illegal in Terrarien. Die Ermittler vermuten deshalb, dass der Mann Teil eines internationalen Schmuggelrings sein könnte.
Kuriose Schmuggelversuche gibt es weltweit immer wieder. In Deutschland etwa entdeckten Zollbeamte kürzlich einen Wildschweinschädel mit verfaulten Fleischresten im Koffer eines Reisenden. Und auch wertvolle Antiquitäten oder Tiere werden regelmäßig über Grenzen gebracht.
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