Linkes Amerlinghaus kassiert weiter Steuergeld - Trotz Antisemitismus-Kritik
Nach Pleite-Alarm und Spendenaufruf fließen nun doch 135.000 Euro an das Amerlinghaus. Die FPÖ warnt vor antisemitischen Tendenzen im Umfeld und kritisiert die Förderung eines linken NGO-Netzwerks. Im Gemeinderat entbrannte heftiger Streit.
Noch im Februar schlug das Amerlinghaus Alarm: Massive Förderkürzungen würden das traditionsreiche Kulturzentrum im 7. Bezirk an den Rand der Schließung bringen. Ein Spendenaufruf sollte das drohende Aus verhindern. Jetzt kommt es zur Kehrtwende: Der Wiener Gemeinderat hat eine Förderung in Höhe von 135.000 Euro beschlossen. Doch die Entscheidung sorgt für heftigen politischen Streit – und wirft einmal mehr Fragen rund um das Amerlinghaus und sein Umfeld auf.
Kulturzentrum mit politischer Schlagseite
Das Amerlinghaus gilt seit Jahrzehnten als fixer Treffpunkt der Wiener Kulturszene. Seit den 1970er-Jahren nutzen zahlreiche Initiativen und Vereine die Räumlichkeiten am Spittelberg. Jedoch wird immer wieder Kritik laut. Das Haus ist Teil eines dicht vernetzten NGO-Komplexes, in dem sich linke Initiativen, Aktivistengruppen und politische Organisationen bündeln. So trat das Amerlinghaus etwa auch in der Vergangenheit als Unterstützer bei linken Demonstrationen und Aktionen in Erscheinung.
Absetzungsantrag der FPÖ scheiterte
Zuletzt sorgte vor allem die Finanzierung für Schlagzeilen. Wie der Kurier berichtete, wurde die Förderung der Stadt Wien drastisch gekürzt – von rund 300.000 Euro auf nur noch 135.000 Euro. Laut Amerlinghaus sei ein Betrieb mit dieser Summe nicht möglich. Man startete daher einen Spendenaufruf über 200.000 Euro. Die bisherigen Einnahmen blieben jedoch deutlich hinter den Erwartungen zurück. Die Stadt Wien begründete die Kürzungen mit Sparzwang – insbesondere da die Herausforderungen im Bildungsbereich so groß sind und das Geld dort investiert werden muss.
Trotz der Diskussion wurde im Gemeinderat nun genau jene Förderung in Höhe von 135.000 Euro beschlossen. Die Mittel stammen aus dem Bereich Bildung und Jugend (MA 13) und sollen für Erwachsenenbildungsmaßnahmen verwendet werden. Ein Absetzungsantrag der FPÖ scheiterte, die Förderung wurde mehrheitlich angenommen.
FPÖ erhebt schwere Vorwürfe
Im Zuge der Debatte übte die FPÖ scharfe Kritik. Gemeinderat Leo Lugner sprach davon, dass durch die Förderung auch Gruppen wie „Linkswende jetzt“ profitieren würden, die er als „schwer antisemitisch“ bezeichnete. Das Amerlinghaus gilt als Plattform für Organisationen aus dem linken Spektrum – darunter antifaschistische Gruppen und politische Initiativen. Konkret werden etwa Verbindungen zu radikalen linken Netzwerken, israelkritischen Positionen und umstrittenen Veranstaltungen angeführt. Seit 2020 seien insgesamt rund 1,4 Millionen Euro an Förderungen an das Kulturzentrum geflossen. Die FPÖ fordert daher strengere Kontrollen und mehr Transparenz bei der Vergabe öffentlicher Gelder.
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