Millionen-Betrug aufgeflogen: Großrazzia gegen manipulierte Registrierkassen
Eine breit angelegte Ermittlungsaktion der Finanzbehörden hat einen umfangreichen Betrug mit Registrierkassen ans Licht gebracht. In mehreren Bundesländern stießen Fahnder auf systematische Manipulationen, durch die dem Staat ein Schaden in Millionenhöhe entstanden sein dürfte.
Die Steuerfahndung im Amt für Betrugsbekämpfung ging den Hinweisen im Rahmen einer österreichweiten Schwerpunktaktion nach. Im Zuge der Untersuchungen wurden über 50 Hausdurchsuchungen durchgeführt. Laut Finanzministerium konzentrieren sich die Ermittlungen auf einen Anbieter von Kassensoftware, gegen den mittlerweile ein strafrechtliches Verfahren läuft. Der mutmaßliche Gesamtschaden liegt im mittleren einstelligen Millionenbereich, schreibt 5 Minuten. Derzeit befindet sich der Hauptverdächtige in Haft, weitere Beschuldigte stehen im Fokus der Ermittler.
Mittels Software Buchungen gelöscht
Im Zentrum des Falls steht eine speziell entwickelte Software, mit der Buchungen nachträglich aus Registrierkassen gelöscht werden konnten. Auf diese Weise sollen Umsätze gezielt vor der Finanzverwaltung verborgen worden sein. Besonders betroffen waren Geschäftsfälle ohne Belegausgabe, bei denen Manipulationen leichter möglich sind.
Unter der Leitung der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft kam es zu koordinierten Razzien in mehreren Bundesländern. Rund 200 Einsatzkräfte aus verschiedenen Behörden waren beteiligt, darunter Steuerfahndung, Finanzpolizei, Zollfahndung, das Finanzamt für Großbetriebe sowie das Innenministerium. Die Maßnahmen richteten sich gegen mehr als 20 Verdächtige.
Bei den Durchsuchungen wurden zahlreiche Datenträger, Mobiltelefone und Kassensysteme sichergestellt. Diese werden nun ausgewertet. Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen und könnten ausgeweitet werden.
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