Am Sonntag starten die Australian Open 2024. Schon jetzt ist klar: Es führt kein Weg an Novak Djokovic vorbei. Der Serbe will seinen 25. Grand-Slam-Sieg holen. Es wäre zugleich sein 11. Titel im “down under”. Damit könnte der “Djoker” auch an Margaret Court vorbeiziehen. Der Serbe hat gute Chancen, zumal Rafael Nadal verletzungsbedingt abgesagt hat (eXXpress berichtet).

Damit werden erstmals seit 1999 weder Rafael Nadal noch Roger Federer im Hauptfeld erscheinen. Doch für die viel beschriebene große Ablöse scheint Djokovic immer noch zu stark. Abgesehen von der Fünfsatz-Niederlage in Wimbledon gegen Carlos Alcaraz hat er 2023 alle drei weiteren Major-Turniere gewonnen. Alcaraz, Jannik Sinner, Daniil Medwedew, vielleicht auch Andrej Rublew und Alexander Zverev sind wohl die schärfsten Widersacher.

Boris Becker, nun auch Supercoach von Holger Rune, erwartet hingegen, dass der “Djoker” nun immer mehr von den Jüngeren getestet wird. “Ich glaube, dass Djokovic noch ein, zwei Grand Slams gewinnt, aber auch, dass Alcaraz und Co. ihm öfter einen Strich durch die Rechnung machen werden.” Doch gerade in Australien, wo Djokovic eine sensationelle 89:8-Bilanz an Siegen bzw. Niederlagen hat, bleibt er Favorit auf seinen fünften Titel in sechs Jahren.

Österreichische Hoffnungen ruhen auf Thiem und Ofner

Die Hoffnungen aus österreichischer Sicht tragen nur Sebastian Ofner und Dominic Thiem. Ofner trifft erstmals auf den Australier Thanasi Kokkinakis (27). Nach fünf dort gescheiterten Qualifikationen ist der Steirer erstmals im Hauptbewerb der Australian Open dabei. Vor einem Jahr noch Nummer 193 im ATP-Ranking, kommt er um Klassen verbessert als 37. zurück. Durchaus ein Grund für Optimismus trotz des nicht einfachen Gegners.

“Erste Runde in Melbourne gegen Kokkinakis, da hätte es definitiv einfacher Lose gegeben”, war Ofners erster Kommentar. “Erstens spielt er richtig gut und unangenehm, zweitens werden in Australien halt alle Fans vermutlich gegen mich sein.” Der Schützling von Wolfgang Thiem erwartet ein Match auf einem größeren Court. “Nichtsdestotrotz, wenn ich gut spiele, glaube ich, ist alles drinnen. Er spielt ähnlich wie ich. Es wird sicher ein gutes Match.”

Bei Thiem jährt sich sein toller Lauf bis ins Melbourne-Finale, das er dann nach 2:1-Satzführung gegen Djokovic noch in fünf Sätzen verlor, schon zum vierten Mal. An einen derartigen Leistungsausbruch ist aktuell nicht zu denken. Für den Niederösterreicher (30) sind es seine zehnten Australian Open. Sein Gegner ist der Kanadier Felix Auger-Aliassime, den er auf dem Weg zum US-Open-Titel 2020 ohne Satzverlust bezwungen hat. “Es wird ein toughes Match. Er hat jetzt nicht so ein gutes Jahr gehabt, aber am Ende noch seine Saison gerettet. Ich werde alles geben und freue mich, wenn es anfängt”, lautete Thiems erster kurzer Ausblick auf das Duell mit dem Weltranglisten-27.