Die neue INSA-Umfrage zeigt eine klare Entwicklung. Vor allem im linken und liberalen Lager wächst die Ablehnung deutlich. Die Grünen erreichen mit 42 Prozent den schlechtesten Wert aller Parteien – fast jeder Zweite schließt sie aus. Die NEOS kommen auf 33 Prozent, ein Anstieg um satte 10 Prozentpunkte. Und auch die SPÖ legt deutlich zu: Ihre Ablehnung steigt um 7 Punkte auf 29 Prozent.

Nicht nur Verlust – sondern Gegenbewegung

Damit zeigt sich ein brisanter Trend. Diese Parteien verlieren nicht nur Wähler – sie stoßen zunehmend Wähler ab. Gerade für Parteien, die auf breite Wählerschichten angewiesen sind, wird das zu einem zentralen Problem.

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Besonders auffällig ist die Entwicklung bei jungen Wählern. Bei den 16- bis 29-Jährigen kommen NEOS und Grüne jeweils nur auf 7,5 Prozent.

Für zwei Parteien, die sich traditionell als Stimme der Jungen präsentieren, ist das mehr als peinlich, ganz besonders für die Grünen: Sie erlangen bei den Jüngsten sogar den geringsten Zuspruch. In allen anderen Altersgruppen schneiden sie besser ab – und am besten punkten sie mit 11,6 Prozent ausgerechnet beide der Wählergruppe 60 plus.

SPÖ schwächelt ausgerechnet bei den Ärmeren

Besonders heikel ist die Lage für die SPÖ bei ihren klassischen Zielgruppen. Bei den unteren Einkommen kommt sie nur auf 14,2 Prozent, während die FPÖ in dieser Gruppe von 47,4 Prozent gewählt wird. Auch bei älteren Wählern bleibt die SPÖ schwach und liegt bei den über 50-Jährigen nur bei rund 16 Prozent. Selbst bei Frauen erreicht sie keinen klaren Vorsprung. Für eine klassische Arbeiter- und Sozialpartei ist das ein alarmierendes Signal.

Strukturelles Problem links der Mitte

Die Zahlen deuten auf ein tieferes Problem hin. Die Grünen kämpfen mit hoher Ablehnung und starker Polarisierung. Die NEOS verlieren sichtbar an Vertrauen. Und die SPÖ verliert selbst in ihren Kernmilieus an Boden. Gemeinsam ergibt sich ein Bild wachsender Schwäche im linken und liberalen Spektrum. Die Kombination ist brisant.

Die Umfrage wurde online vom 13. bis 16. April durchgeführt. Die Stichprobe umfasst 1.000 Personen aus Österreich ab 16 Jahren.