Kinder- und Jugendbücher verkaufen sich im deutschsprachigen Raum sehr gut – und zwar auch dann, wenn es der Buchbranche sonst schlechter geht. In Deutschland ist es nach Romanen die Buchart mit dem zweithöchsten Umsatz: Rund 18 Prozent aller verkauften Bücher fallen in die Kategorie Kinder- und Jugendbücher. In Österreich ist der Anteil mit gut 20 Prozent sogar noch etwas höher – auch dort steht diese Buchart auf Platz zwei hinter den Romanen. Und während der österreichische Buchmarkt 2025 insgesamt geschrumpft ist, konnten Kinder- und Jugendbücher als eine von wenigen Gruppen sogar leicht zulegen, wie der Hauptverband des Österreichischen Buchhandels zeigt.
Besonders Aufklärungs- und Klimabücher anfällig für Ideologie
Der exxpress hat einen Blick auf die Onlineseite der Buchhandelskette Thalia geworfen. Kinderbücher gibt es dort wie Sand am Meer und über alle erdenklichen Themen: Tiere, Fußball, „Nein“-Sagen, Liebeskummer, Umgang mit Gefühlen, Selbstbewusstsein. Besonders in zwei Kategorien wird jedoch der Boden der Neutralität gerne einmal verlassen: bei Aufklärungs- und Klimabüchern. Besonders in diesen Bereichen wird sichtbar, welche Ideologie hinter den Autoren steht – und welche Botschaften sie bereits den Kleinsten mitgeben möchten. Dieses Onlinemedium hat ein paar sehr anschauliche Beispiele herausgesucht:
1. „Klimahelden“

Das Buch „Klimahelden. Von Goldsammlerinnen und Meeresputzern“ der deutschen Autorin Hanna Schott erschien 2025. Sie erzählt dort, laut Thalia-Onlineshop, wahre Geschichten von Kindern, die sich für die Umwelt und für den Klimaschutz einsetzen – zum Beispiel vom „Baum-Pflanzer Felix Finkbeiner“, den „Essensrettern Oskar und Matilde aus Norwegen“ oder von Kindern, die dem Plastikmüll den Kampf ansagen, wie man in der Beschreibung nachlesen kann. Es zeigt, „was Kinder tun können und was sie überall auf der Welt schon tun, um eine gesunde Umwelt zu bewahren und den Klimawandel zu bremsen“.
Die Botschaft ist eindeutig: Kinder, wenn ihr Müll einsammelt, keine Lebensmittel wegwerft und nicht mit dem Flugzeug fliegt, seid ihr tugendhafte Helden.
2. „Für Weltretter. 17 Ziele für unsere Erde“

„Für Weltretter. 17 Ziele für unsere Erde“ der deutschen Autorin Petra Klose bereitet den Aktionsplan „Agenda 2030“ der Vereinten Nationen für Acht- bis Zwölfjährige auf. Diesen verabschiedeten alle damaligen UN-Mitgliedstaaten im September 2015 auf einem Gipfeltreffen in New York. Das Herzstück sind die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung, die bis zum Jahr 2030 erreicht werden sollen. Darunter etwa: Bekämpfung von Armut und Hunger, Gesundheit und Bildung für alle, Geschlechtergleichstellung, sauberes Wasser, bezahlbare und saubere Energie, menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum, Klimaschutz oder Schutz der Meere.

„Für Weltretter“ ist also ein Buch, dass Kinder altersgerecht in politische Anliegen einführen will. Kinder bekommen in dem in dem 2020 erschienenen Buch auch Tipps an die Hand, wie sie „ein bisschen dabei mithelfen können, die Welt zu retten“, wie in der Beschreibung steht. Es geht etwa um „Verantwortungsvoller Konsum, Müll vermeiden, gleich Chancen für alle …“.
3. „Rassismus geht uns alle an“
Das 2022 erschienene Kinder-Sachbuch „Rassismus geht uns alle an“ will Kinder ab acht Jahren über Rassismus und Diskriminierung aufklären. Erklärt werden unter anderem Begriffe aus der Antirassismus Bewegung wie „PoC“ („People of Color“) und „BiPoc“ („Black, Indigenous and People of Color“).

Das Motto der Fahne auf der Titelseite „Deutschland hat ein Rassismus-Problem“ lässt keinen Zweifel, was das Buch vermitteln will: In Deutschland werden noch immer Menschen diskriminiert und benachteiligt aufgrund ihrer Hausfarbe. Das Sachbuch strotzt nur so vor woker Ideologie, wie sich an der Beschreibung und dem „Blick ins Buch“ erkennen lässt. In dem Buch wird die Wichtigkeit von Gender-Sprache betont und Begriffe wie Sexismus oder Ableismus (Diskriminierung behinderter Menschen) werden Kind-gerecht erklärt. Autorin ist die in Berlin wohnende linke Afrikawissenschaftlerin Josephine Apraku, die zu Rassismus und Kolonialismus forscht. In einem Auftritt aus dem Jahr 2018 im öffentlich-rechtlichen Radiosender Deutschlandfunk sagt sie Sätze wie „Wir sind rassistisch sozialisiert“. Ein Schelm, wer denkt, die Autorin will mit „Rassismus geht uns alle an“ Kinder mit Identitätspolitik indoktrinieren.
4. „Florian“

2022 erschien das aus dem Englischen übersetzte Buch „Florian“. Auf der Titelseite zu sehen ist ein schwarzer Bub, im Hintergrund die Transgender-Flagge. Dort wird für Kinder ab vier Jahren die Geschichte eines Mädchens erzählt, das denkt, ein Bub zu sein. Eine Botschaft des Buchs lautet: „Im falschen Körper geboren: Du weißt am besten, wer du bist!“. Geschieben wurde es von einem britischen Ehepaar, dass ein Trans-Kind hat. Auf ihrer Webseite bezeichnet sich das Ehepaar als „LGBTQIA+“-Aktivisten.
„Trans Kinder stärken und schützen: Ein Mutmacherbuch für Kinder, Eltern und Erziehende!“, lautet es in der Buch-Beschreibung. Es geht klar darum: Wenn ein Kind sagt, dass es trans sei, sollen die Eltern das unhinterfragt akzeptieren. Sie sollen das Kind mit dem von ihm gewünschten Namen und Geschlecht ansprechen und sein „Outing“ in Kindergarten und Schule unterstützen.
Das Buch indoktriniert bereits die Kleinsten mit der gefährlichen These, dass Menschen „im falschen Körper“ geboren sein können und daher einfach ihr biologisches Geschlecht wechseln können.
5. „Bruno will hoch hinaus“

Die Autorin des Aufklärungsbuches für Kinder ab vier Jahren ist eine österreichische Soziologin und Sexualpädagogin. Für das 2022 erschienene Sachbuch für Kinder ab vier Jahren erhielt der ACHSE-Verlag eine staatliche Förderung von 1.600 €, wie aus der Beantwortung einer FPÖ-Anfrage hervor geht (der
Mit 4 Jahren Genderunterricht Auf Kosten Der Steuerzahler
berichtete). „Kindgerecht wird mit Mythen und Klischees gebrochen, Wissen vermittelt und ein positiver Zugang zu Körper und Penis erzeugt“, steht in der Beschreibung auf der Thalia-Webseite. Das Buch will nicht nur über den männlichen Körper aufklären, sondern auch über Stereotype. Bruno hat etwa nicht nur ein Dino-Kostüm, sondern auch einen pinken Tüllrock, sein Vater ist ein ängstlicher Mann mit langen Haaren und eine Frau leitet eine Werkstatt.
6. „Körper sind toll“

Dieses 2022 erschienene Buch will Kindern ab drei Jahren „Body Positivity“ nahebringen. Autorin ist die US-Illustratorin und Feministin Tyler Feder. Auf ihrer Instagram-Seite hat Feder Zeichnungen, die sich gegen Donald Trump richten oder die sich mit dem Tod ihrer Mutter auseinandersetzen. Feders Kinderbuch handelt davon, dass alle Körper schön sind: dicke, dünne, solche mit Achselhaaren oder Flecken. „Kinderbuch über Diversität: Zeigt Männer, Frauen und Kinder mit und ohne Behinderung“, steht in der Beschreibung.
Fazit: Ein Großteil der Kinderbücher auf der Thalia-Webseite ist politisch und weltanschaulich neutral. Es gibt aber einige, die bereits Kindergartenkinder mit politischem Aktivismus und progressiven Ideen beeinflussen wollen.

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