Die Babler-Dokumentation „Wahlkampf“ erntete bereits im Vorfeld viel Kritik. Wie exxpress aufdeckte, wurde das Projekt mit rund 553.000 Euro an Steuergeldern finanziert. Kritiker sprechen von „steuerfinanzierter Parteipropaganda“ – der erste Trailer befeuert diesen Vorwurf weiter.
Schon die ersten Szenen machen die Richtung deutlich: „Das Gute ist: Dank Schaltjahr haben wir einen Wahlkampftag mehr“ freut sich das SPÖ-Wahlkampf-Team.
SPÖ setzt auf zwanghaften Optimismus
Es folgt der Schnitt in eine Parteisitzung. Der heutige Finanzminister Markus Marterbauer beschreibt dort die wirtschaftliche Lage als angespannt: Österreich befinde sich seit zwei Jahren in einer Rezession – eine „Herausforderung, wie selten noch eine Regierung zu ihrem Start hatte“ .
Der Fokus verschiebt sich jedoch rasch wieder ins Positive: Mit Bildern aus Wien und Aussagen wie „Alles ist wieder möglich“ oder „man fühlt sich wieder jung“ wird zwanghaft auf Optimismus gesetzt. Ziel sei es offenbar, die Stimmung gezielt zu drehen und „bis September aus wütenden und fürchtenden Menschen optimistische, zukunftsfrohe Menschen“ zu machen.

Im weiteren Verlauf rückt Andreas Babler selbst in den Mittelpunkt. Es folgen klassische Wahlkampfbilder: jubelnde Unterstützer mit SPÖ-Schildern, Babler auf der Bühne mit einem lauten „Hallo Wien“. Kritische Medienzitate werden nur kurz angerissen und nicht vertieft.
„Alles gut, was kann schon schiefgehen?“, meint Babler gegen Ende des Trailers – dieser endet schließlich unter Applaus.
Falter lädt zur Premiere
Der Kinostart der Dokumentation ist für den 24. April angesetzt. Das linke Wochenmagazin Falter bewirbt den Film gemeinsam mit der Produktionsfirma und lädt bereits am 22. April zur Premiere.
Brisant: Vom Filmfonds Wien flossen zudem 23.000 Euro explizit für den Kinostart. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, ob auch die Premierenveranstaltung zumindest indirekt mit öffentlichen Mitteln unterstützt wird.
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