„Auf dieser Basis arbeite ich mit Lars Klingbeil zusammen, in der Hoffnung und auch der Erwartung, dass es uns beiden gelingt.“ „Das sei dann zu einem Zeitpunkt, zu dem ich damit umgehen kann. Für Lars Klingbeil ist der Zeitpunkt dann ein bisschen zu früh“, fügte er hinzu. Zuerst hatte die Bild darüber berichtet.

Im Gespräch hatte Merz zuvor bereits den milliardenschweren Kredit seiner Regierung gegen innerparteiliche und öffentliche Kritik verteidigt, wie die Bild berichtete. Dabei reagierte er auch auf Vorwürfe des ehemaligen Bundesinnenministers Horst Seehofer, der den Kurswechsel in der Haushaltspolitik gegenüber Bild als „Wortbruch“ bezeichnet hatte.

GETTYIMAGES/Sean Gallup / Staff

Merz zeigte Verständnis für diese Einwände, bezeichnete sie als „nicht aus der Luft gegriffen“. Die Entscheidung habe er sich nicht leicht gemacht: „Ich weiß, dass ich einen sehr hohen Kredit in Anspruch genommen habe, auch was meine persönliche Glaubwürdigkeit betrifft.“ Innerhalb der CDU stoße die Maßnahme teilweise auf Widerstand, während die Reaktionen aus dem Ausland deutlich positiver seien. Trotz des Kreditpakets wolle er keine Politik der offenen Staatskasse betreiben. Einsparungen seien notwendig, konkrete Schritte nannte er jedoch nicht. Die Haushaltskonsolidierung solle ein wesentlicher Bestandteil der Koalitionsverhandlungen mit der SPD sein.

„Mit den Sozialdemokraten weiterkommen“

Auch zur Asyl- und Migrationspolitik äußerte sich Merz ausführlich. Das ausgehandelte Sondierungspapier enthalte bereits eine „sehr weitreichende Korrektur“ bestehender Regelungen. Umstritten bleibe allerdings, wie konsequent diese tatsächlich umgesetzt werden könne, da die SPD Zurückweisungen von Asylbewerbern an der Grenze unter den Vorbehalt europäischer Zustimmung stellt.

Trotz dieser Differenzen zeigte Merz Zuversicht: „Dass wir mit den Sozialdemokraten weiterkommen.“ Zugleich richtete er eine klare Warnung an die Verhandler, auch mit Blick auf interne Streitigkeiten in der zuständigen Arbeitsgruppe: „Wenn wir dieses Problem nicht lösen, dann haben wir den Auftrag der künftigen Bundesregierung nicht erfüllt.“ Es sei nicht sein Ziel, rechtspopulistischen Kräften durch eigene Untätigkeit den Weg zu ebnen.

APA/AFP/RALF HIRSCHBERGER

Merz betonte zudem, dass eine europäische Abstimmung der Maßnahmen angestrebt werde: Zurückweisungen sollten „möglichst gemeinsam beschlossen“ werden. In einem Gespräch mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron sei bereits deutlich geworden, dass auch dieser einen „sehr viel härteren“ Kurs in der Migrationsfrage befürworte.

Abschließend sprach Merz über SPD-Chef Lars Klingbeil, dessen Rolle er ausdrücklich würdigte: „Er ist neu im Amt. Ich weiß, wie man sich da fühlt, da braucht man eine gewisse Zeit, bis man auch der eigenen Partei einmal etwas zumuten kann.“ Letztlich gehe es darum, gemeinsam Verantwortung zu übernehmen: Es müsse „beiden gelingen“ – andernfalls seien ihre Karrieren vorbei.

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Kommentare

  • fred müller sagt:

    Na da hat der Merz doch die falsche Zeitform erwischt !
    Es sollte heissen “SO, WIRD ES UNS NIVHT GELINGEN” !
    Aber es ist wie immer, bevor die Einsicht kommt, müssen noch , für den Bürger/Steuerzahler, schwerwiegende Fehler begangen werden !

  • Massoni sagt:

    Bin gespannt wann Friedrich Merz bei Onkel Donald zum Rapport antanzen muss.
    Nicht vergessen Deutschland wird noch immer von den Amis besetzt. Auch Kohl musste bei Bush antanzen weil er Gorbatschow zu viele Zugeständnisse machte. Dann schauen wir mal wie es dann weitergeht mit der Ukraine.

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  • merz ki karies sagt:

    was solln dass für ein karies ende sein wenn einem Falcone auf den fersen heftet …?
    daist eher von verbringen die rede , gell cdu merz`erl !!!

  • Mike16 sagt:

    Was für eine Androhung; der Merz wird 70!

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  • daniel sagt:

    Und damit ist schon wieder umgefallen… das ist die Rückgratlose CDU auch noch Kopflos , wobei Der Kopf nicht die hellste Kerze auf der Torte ist. Wie man so etwas zum Parteichef küren kann sagt schon viel über die restliche CDU aus. Aber mit der Aussage hat er eigentlich den Schlüssel zum Billionen-Buffett Rot-Grün vor die Füße geworfen. Wenn man überlegt ob irgendwas noch dämlicher geht wird nächsten Tag die Antwort geliefert….und zwar von Merz. Mir ist schleierhaft wie man mit so einem Typen 4 JAHRE regieren will….

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  • Merz, … sagt:

    … kurz Fotzenfritz genannt.

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    1. sizilien sagt:

      wenn so eine blackrock nachfolge von der verstörend geschüttelten angela verschwindet fällt es max in siziliens nacht auf , die redlichen eu_bürger würden dieses verschwinden der schande gutieren wie gutes essen !!!

  • Dagobert sagt:

    Merzel hat seine Arbeit getan; die Plünderung Deutschlands kann in seine letzte Phase treten, da er die Voraussetzungen erarbeitet hat (Wählertäuschung und den linksgrünen den Weg geebnet).

    Weshalb sollte er in seinem Alter jetzt nicht die verdiente Ruhe finden?

    KKF

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  • Dagobert sagt:

    Merzel hat seine Arbeit getan; die Plünderung Deutschlands kann in seine letzte Phase treten, da er die Voraussetzungen erarbeitet hat (Wählertäuschung und den linksgrünen den Weg geebnet).

    Weshalb sollte er in seinem Alter jetzt nicht die verdiente Ruhe finden?

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  • Logo sagt:

    Wäre ein Gewinn wenn er sich vertschüsst.

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  • Petzi sagt:

    Weg mit dem ehemaligen BlackRock Mann….
    Der dient nur der Elite…

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