Weltweit bekannt geworden durch die TV-Show „Ninja Warrior“, hat sich um die junge Sportart Ninja auch in Österreich eine große Community gebildet. Nachdem Ninja als Teil des Modernen Fünfkampfs bereits 2028 bei den Sommerspielen in Los Angeles als olympisch vorgesehen ist, sollen auch die Strukturen in Österreich weiter gestärkt werden und es finden bereits am 11. November 2023 die ersten österreichischen Meisterschaften statt. Austragungsort ist der neu eröffnete Ninja Tempel in Wr. Neustadt, Veranstalterin ist die SPORTUNION Österreich.

„Zeit für den nächsten Schritt“

„Ninja hat sich in den vergangenen Jahren schnell und sehr gut entwickelt, nun gilt es den nächsten Schritt zu machen. Die Sportart beinhaltet herausfordernde Elemente, zum Beispiel aus dem Klettersport und Parkour bzw. Freerunning. Sie ist hoch anspruchsvoll und abwechslungsreich, aber auch das Zuschauen macht Spaß. Vor allem die Jugend findet Gefallen am Ninja-Sport, daher ist es wichtig der neuen Sportart eine Bühne im organisierten Sport zu geben“, sagt SPORTUNION-Vorstandsmitglied und Organisatorin Pamela Forster, die auch selbst schon mehrmals in „Ninja Warrior“-Shows dabei war.

Am 11. November 2023 finden in Wr. Neustadt die 1. österreichischen Meisterschaften für die spektakuläre Sportart Ninja stattSPORTUNION/Martin Steiger

Weltweit wird Ninja derzeit zumeist vom Internationalen Verband für Hindernissportarten (FISO) vertreten. Für den Modernen Fünfkampf ist national der ÖVMF zuständig, der beim Event als Kooperationspartner fungiert. Direkt zugeordnet ist die Sportart in Österreich aber noch keinem Fachverband. „Als Dachverband ist es unsere Aufgabe, junge Sportarten zu fördern. Die SPORTUNION hat in den vergangenen Jahren bei zahlreichen Ninja-Wettkämpfen Erfahrungen als Veranstalterin gesammelt und übernimmt deshalb die Organisation der Meisterschaften. Mit der neuen Halle in Wr. Neustadt haben wir eine perfekte Location gefunden“, erklärt Forster.

Auch Wr. Neustadts Sportstadtrat Philipp Gruber freut sich über die Veranstaltung in der niederösterreichischen Statutarstadt. „Mit den Ninja-Meisterschaften und dem neu eröffneten Ninja- Tempel wird die Sportszene Wiener Neustadts noch einmal um eine tolle und moderne Facette reicher. Mit rund 130 Sportvereinen in 60 Sportarten sind wir hier ja sowohl im Breiten- als auch Spitzensport hervorragend aufgestellt. Ich heiße den Ninja-Sport herzlich in Wiener Neustadt willkommen und wünsche eine erfolgreiche Meisterschaftspremiere“, sagt er.

So funktionieren die Ninja-Meisterschaften

Es geht bei Ninja darum, einen vorgegeben Hindernisparcours schnellstmöglich zu absolvieren. Wird allerdings der Boden unter bestimmten Hindernissen berührt oder können Elemente nicht überwunden werden, führt das zum Ausscheiden. Bei den österreichischen Meisterschaften wird am Veranstaltungstag eine Qualifikation und anschließend eine Finalrunde zu absolvieren sein. Wer die Qualifikation übersteht, seinen Finallauf am schnellsten absolviert und zuerst den berühmten Buzzer drückt, gewinnt und darf sich als erste österreichische Ninja-Meisterin bzw. erster österreichischer Ninja-Meister bezeichnen. Sollte kein einzige Sportlerin bzw. kein einziger Sportler alle Hindernisse überwinden können, gewinnt, wer am weitesten gekommen ist.

Es sind Wertungen für Männer und Frauen in der Allgemeinen Klasse und in den Nachwuchsklassen (Jahrgang 2008 und jünger) geplant. Neben den Titeln wird es für die Siegerinnen und Sieger auch Preise zu gewinnen geben. Die genauen Hindernisse, die auf die Teilnehmer:innen warten, werden erst am Tag der Veranstaltung enthüllt. Der erst 2023 eröffnete Ninja Tempel in Wr. Neustadt ist mit seinen 680m2-Fläche und abwechslungsreichen Elementen daher ein idealer Austragungsort.

Für die Zusammenstellung der Läufe wird mit Stefan Angermeier ein erfahrener „Ninja Warrior“ verantwortlich sein, der in Deutschland mit der Infinity Ninja Zone den größten privaten Ninja- Parkour besitzt und dort regelmäßig Wettkämpfe veranstaltet. Zuschauen ist kostenlos, die Wettkampfhalle hat eine Kapazitätsobergrenze von 120 Menschen, für Gastronomie wird gesorgt. Die Teilnahme steht allen offen, Nicht-Österreicher:innen werden am Ende aus der offiziellen nationalen Wertung genommen.