Im US-Bundesstaat Massachusetts wurden sieben ehemalige Ebay-Beschäftigte verurteilt, weil sie zur Einschüchterung unter anderem lebendige Kakerlaken sowie einen Trauerkranz und eine mit Kunstblut verschmierte Schweinemaske an ein Blogger-Ehepaar verschickt hatten.

Unter den anonym zugeschickten Artikeln war auch ein Ratgeber-Buch über den Umgang mit dem Tod eines Partners gewesen. Der Betrag von drei Millionen Dollar (2,73 Millionen Euro) war die höchste für Unternehmen vorgesehene Strafe. Wie aus Verfahrensunterlagen hervorging, war der damalige Ebay-Chef Devin Wenig 2019 unzufrieden mit Berichterstattung in dem Newsletter gewesen und regte an, gegen sie vorzugehen. Wenig war in dem Fall nicht strafrechtlich verfolgt worden. Er bestritt, gewusst zu haben, wie weit Mitarbeiter der Sicherheitsabteilung gegangen waren.

Weiterer Prozess gegen Ebay 2025

Die Blogger Ida und David Steiner aus der Kleinstadt Natick in Massachusetts verklagten Ebay ihrerseits auch. Der Prozess soll im März 2025 beginnen, schrieben sie am Donnerstag auf ihrer Website. Ein als Anführer ausgemachter früherer Sicherheitsverantwortlicher von Ebay war im Herbst 2022 zu fast fünf Jahren Gefängnis verurteilt worden.