“Ich verhehle nicht, dass ich Fehler begangen habe”, schreibt der Ex-Vizekanzler gleich zu Beginn, dass er  sich “nicht in Selbstmitleid suhlen” werde. Allerdings sagt Strache auch klar, was er von den Machern der Video-Falle hält: das sei ein kriminelles Netzwerk gewesen. Sein Rücktritt sei “die falsche Konsequenz” aus der Veröffentlichung des manipulativ zusammengeschnittenen Videos gewesen.

Und wie eXXpress-Leser wissen, war am Filmmaterial viel mehr Wesentliches, als die Mitarbeiter der “Süddeutschen Zeitung”, des “Spiegels” und des Wiener Regionalwochenblatts “Falter” in den knapp drei Minuten am 17. Mai 2019 gezeigt haben: nämlich alle Sätze, die Strache entlastet hätten, sowie weitere von ihm ohne genannte mutmaßliche Partei-Großspender oder das minutenlange Lob Straches für den Ex-Herausgeber der Kronen Zeitung und für dessen Handeln.

Doch noch immer Hoffnung auf ein politisches Comeback?

Im neuen Buch rechnet Strache dann auch mit den Tatverdächtigen der Ibiza-Falle ab: Sie hätten “einen hinterhältigen Putsch gegen eine österreichische Bundesregierung” abgewickelt. Auch mehrere Ex-Parteifreunde kommen im Buch des Ex-FPÖ-Obmanns ziemlich schlecht weg.

Zum Schluss des knapp 120 Seiten langen Buchs listet der Parteichef noch seine “10 Punkte für einen Neustart Österreichs auf” – ein politisches Comeback scheint damit für ihn also noch immer nicht ganz ausgeschlossen.

Dass jetzt das ganze Ibiza-Video zu sehen ist, brachte viele neue Erkenntnisse