Die befremdlichen Szenen spielten sich am Donnerstag – am Vatertag in Deutschland – in der sächsischen Landeshauptstadt Dresden ab. Eine Gruppe von neun Rechtsextremen fuhr mit einem umgebauten und umlackierten Militärfahrzeug durch die Straßen, an dem ein Kennzeichen, das der Nazi-Wehrmacht nachempfunden war, angebracht war.

Dabei hatte ein Mann einen Stahlhelm auf, ein weiterer hielt eine große Reichsflagge in der Hand. Zudem soll auch der Hitlergruß gezeigt und ausländerfeindliche Parolen gesungen worden sein. Zuvor dürfte die Gruppe in einem Biergarten eingekehrt sein. Auf der Seite und am Kotflügel des “Borgward B 2000” prangte das Abzeichen der 25. Infanterie-Division der deutschen Wehrmacht, wie die “Bild” berichtet.

Polizisten stoppten die Ausfahrt

Auf ihrer Fahrt durch die Kötzschenbroder Straße winkten die Rechtsextremen grinsend mehreren Passanten zu. Die ehemalige Grünen-Stadträtin, Annalena Schmidt, die vor Ort war, zeigte sich gegenüber “Bild” erschüttert: “Ich war wirklich schockiert, so etwas mitten in der Stadt zu sehen.” Die Ausfahrt wurde schließlich von der Polizei gestoppt. Die Beamten haben mehrere Anzeigen wegen des Verwendens verfassungsfeindlicher Kennzeichen erstattet“, sagte ein Polizeisprecher. Wegen der Fahne wurden sie nicht zur Rechenschaft gezogen, da die schwarz-rote Flagge ohne Reichsadler darauf in Deutschland nicht verboten ist.