Wasser: Für nichts anderes geben wir wirklich täglich, orts- und altersunabhängig – also quasi “immer und überall” Geld aus, und nichts brauchen wir ebenso immer und überall. Dementsprechend interessant gestaltet sich ein Blick auf den wirtschaftlichen Aspekt des Grundbedürfnisses Wasser, und welche enormen Unterschiede sich im Ländervergleich hier bei Preis und Qualität auftun. Der aktuelle “Wasser-Preisindex” legt nun die Zahlen zu Flaschen- und Leitungswasser offen und zeigt auch, ob das vielgelobte “Wiener Wasser” seinem Ruf gerecht wird.

Aufschluss über die aktuelle Preis- und Qualitätssituation rund um Wasser auf der ganzen Welt bringt der aktuelle Wasserpreis-Index von Holidu, einer Suchmaschine für Urlaubsunterkünfte. Dafür wurden die Preise von Leitungs- und Flaschenwasser in insgesamt 12o Ländern erhoben. Das Ergebnis zeigt nicht nur, wo wir das günstigste und wo das teuerste Wasser bekommen, wenn wir nach dem Lockdown wieder verreisen dürfen, sondern auch, wo wir das beste Leitungswasser bekommen. Eins sei vorab verraten: Der Wasserpreis entspricht nicht immer seiner Qualität.

Die Unterschiede bei den Preisen für Leitungs- und Flaschenwasser sind enormeXXpress

Unglaubliche Preisunterschiede

Das günstigste Leitungswasser beziehen die Bewohner der saudi-arabischen Hauptstadt Riad – hier kostet der Kubikmeter (entspricht 1000 Litern) nur drei Cent. Das ist um ein massives Vielfaches günstiger als in Norwegens Hauptstadt Oslo, wo dieselbe Menge an Wasser mehr als fünf Euro kostet. In Oslo ist auch in Flaschen abgefülltes Wasser am teuersten, denn hier muss man 1,52 Euro für den halben Liter berappen. Das billigste Flaschenwasser gibt es in Beirut, wo man umgerechnet 0,03 Euro für einen halben Liter zahlt.

Österreich ist bei der Qualität des Trinkwassers ganz vorn dabeieXXpress

Österreich hat das beste Wasser

Und wie sieht die Lage in Österreich aus? Wir sind mit zwei Städten im Ranking vertreten, und zwar mit Wien und Innsbruck. Das liegt vor allem daran, dass wir in Sachen Wasserqualität die Nase ganz weit vorne haben: Das beste Leitungswasser haben aber nicht die Wiener, sondern die Innsbrucker: Innsbruck steht mit einem Höchstwert von vollen 100 Prozent an der Spitze des Qualitätsrankings, gefolgt von Helsinki in Finnland mit 99,51 Prozent und Wien auf Platz Drei mit 98,93 Prozent. Das was Wasser anbelangt teuerste Pflaster der Welt, Oslo in Norwegen, findet sich auf Platz Vier, Rotterdam in den Niederlanden auf Platz Fünf.

Was den Preis von Leitungswasser anbelangt steht Österreich weder auffallend teuer noch bemerkenswert günstig da: 1000 Liter des “besten Wassers der Welt” in Innsbruck kosten 2, 74 Euro, ein Kubikmeter Wiener Wasser kommt auf 2,85 Euro. Eine laut Ranking-Kriterien “normale kostengünstige Flasche” Wasser à 500 Milliliter kostet in Innsbruck durchschnittlich 0,65 Euro, in Wien 0,19 Euro, wobei die Wasserpreise örtlicher Wassermarken natürlich enorm schwanken.

Jeder Mensch sollte (je nach Lebenswandel, Aktivitäslevel und Außentemperatur) mindestens 1,5 bis 2 Liter Wasser pro Tag trinkenAndrea Piacquadio / Pexels