Er erlebe eine “exzellente Zusammenarbeit” mit der SPÖ in der Steiermark, sagte Drexler in der “ZiB2”. Man arbeite vertrauensvoll und gut zusammen: “Ich glaube, dass auch auf Bundesebene eine Zusammenarbeit möglich ist, egal wer Parteivorsitzender der SPÖ ist.” Die Frage, ob ihm also eine Koalition mit der SPÖ “bei weitem” lieber wäre als eine mit den Freiheitlichen bejahte der Landeshauptmann.

Freundschaft, Genossen!

Damit macht sich der ÖVP-Landeshauptmann natürlich Freunde unter den Genossen. Tirols SPÖ-Chef Landeshauptmannstellvertreter Georg Dornauer sieht nämlich “eine stabile Zweierkoalition mit der ÖVP” als Ziel. Und Wiens SPÖ-Bürgermeister Michael Ludwig findet die Argumentation Kaisers “schlüssig”. “Wenn man etwas erreichen will und dafür notwendige Mehrheiten hat, dann wird man auf Kompromisse eingehen”, war Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser davor optimistisch, dass eine Zusammenarbeit von SPÖ und ÖVP gelingen könnte. Als Vorbild dafür könne Kärnten dienen, wo Rot und Schwarz seit elf Jahren miteinander regieren. Dass es für eine Renaissance der längstdienenden Koalition auch Befürworter beim Gegenüber gibt, zeigte Kaiser bei einem medienwirksamen Auftritt mit dem Tiroler Landeshauptmann Anton Mattle (ÖVP) im Dezember und davor bereits mit Drexler. Ihre beiden Parteien hätten “gemeinsam die Geschichte der Zweiten Republik geprägt”, sagte Kaiser gegenüber Ö1.

Doskozil will keine Steigbügel halten

Burgenlands Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) kann dem Vorschlag einer SPÖ-ÖVP-Koalition derzeit hingegen kaum etwas abgewinnen. Es ist aus seiner Sicht nicht an der Zeit, zu taktieren und Funktionen aufzuteilen. “Das Ziel der Sozialdemokratie muss sein, die Wahl zu gewinnen”, betonte Doskozil am Dienstag am Rande einer Pressekonferenz. Danach könne man weiterschauen. Als reiner Steigbügelhalter für die ÖVP dürfe die SPÖ jedenfalls nicht herhalten.

Kann der Großen Koalition wenig abgewinnen: Burgenlands LH Hans Peter Doskozil

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