Sechs von zehn Haushalten in Österreich spüren eine massive Mehrbelastung: 58 Prozent sagen laut Umfrage, dass sich ihre Fixkosten seit Jahresbeginn stark bis sehr stark erhöht hätten. Das hat eine Umfrage der Vergleichsportals “durchblicker” ergeben.

Aufgrund der anhaltend hohen Inflation seien die österreichischen Haushalte mit Blick auf die weitere Entwicklung ihrer persönlichen finanziellen Lage “weiterhin pessimistisch”, erklärt Martin Spona von “durchblicker” in einer Mitteilung.

Und Spona weiter: “Die stark gestiegenen Mieten und Lebensmittelkosten machen immer mehr Haushalten Sorgen. Bei Energie- und Treibstoffen hat sich ihre Situation etwas entspannt.”

Zur Erinnerung: Im Vorjahr betrug die Inflation in Österreich 8,6 Prozent, im Juni lag sie bei acht Prozent.

APA

Beim Kauf von Nahrungsmitteln spüren die Österreicher die anhaltende Teuerung am stärksten

Im Bundesländervergleich traf der Kaufkraftverlust die Haushalte im Burgenland am stärksten. Im östlichsten Bundesland gaben mehr als 92 Prozent an, dass sich ihr Haushaltseinkommen reduziert hat. In Salzburg trifft das auf 80 Prozent der Haushalte zu, in Oberösterreich auf 78 Prozent.

Den geringsten Kaufkraftverlust verzeichnen Vorarlberg und Kärnten. Aber selbst dort geben zwei Drittel der Haushalte an, dass ihre Einkommen wegen der Inflation geschrumpft seien.

Im Alltag spüren die Österreicher die Teuerung vor allem bei folgenden Ausgaben: Nahrungsmittel (72 Prozent), Restaurants und Bars (58 Prozent) und Reisen (45 Prozent). Treibstoff, der im vergangenen Sommer noch Fixkostentreiber Nummer 1 war, wurde angesichts der rückläufigen Benzin- und Dieselpreise im ersten Halbjahr von Heizkosten (46 Prozent) und Strom (45 Prozent) abgelöst.

Besonders hart getroffen wurden die Haushalte im ersten Halbjahr aber von den drastischen Mieterhöhungen. Angesichts erheblicher Mehrkosten setzt die Mehrheit der Haushalte den Sparstift bei Gastronomie (74 Prozent), Bekleidung (69 Prozent) und Reisen (57 Prozent) an.

Haben Sie wegen der Inflation große Einkommenseinbußen hinnehmen müssen?